Rezept: Kitchery mit Kichererbsen

Zutaten für 3 Portionen:

100 g Mungobohnen

100 g Milchreis(Rundkornreis)

800 ml Wasser

80 g frische Spinatblätter

15 g Korianderblätter(frisch)

80 g Kichererbsen(fertig gekocht aus der Dose)

5 g Ingwer(gehackt)

1 TL Kreuzkümmel(Pulver)

1 TL Kurkuma(Pulver)

1 TL Bockshornklee(Pulver)

1 TL Senfsamen

2 Prisen Salz

½ Zitrone

Kosten für die Zutaten( vorwiegend nicht Bio):  2,50 Euro

Kitchery ist ein einfaches Gericht welches in Indien von Mönchen wie Bauern gerne gegessen wird. Der Reis sorgt für die Kohlenhydrate, die Mungbohnen für das hochwertige Eiweiß. Es ist es so lecker und preiswert das manche Mönche sich ausschließlich davon ernähren. Auch im Kundalini-Joga gibt eine Diät in der man über Wochen den ganzen Tag nur Kitchery ist. Den kreativen Westler läd Kitchery als Basis dazu ein immer wieder etwas zu verändern und zu verfeinert. So könnte man es beispielsweise, so wie  der Jogalehrer Andrey Jeworutzki im Netz empfiehlt auch mit Zimt und Kardamon verfeinern. Normalerweise ist man Kitchery ohne Kichererbsen, Spinat und Korianderblätter. Rezepte zu diesem Gericht findet ihr zum Beispiel bei Andrey. Die Vorzüge meiner Version(work in progess): Kichererbsen sind die erste Wahl in den Kochtöpfen vieler Mamas orientalischer Großfamilien.Grund: Sie sind extrem sättigend, eiweißhaltig und enthalten viel L-Tryptophan, die Vorstufe des Glückshormons Serotonin.Die “harten Nüsse” gibt es  schon in gekochter Form günstig im Orientmarkt. Genauso wie die frischen Korianderblätter, welche dem Essen die besondere Note geben. Durch den Spinat zu guter Letzt, erhält das Dani-Kitchery das nötige Eisen um stark zu sein fürs Joga und andere Herausforderungen.Auch frischen Spinat findet man oft im Orientmarkt.

Die Entstehungsgeschichte:

Du nimmst 2 Löffel Ghee und gibst sie in einen Topf. Wenn das Ghee geschmolzen ist, gibst du die Gewürzmischung als Ganzes in den Topf und röstest diese achtsam an, bis die ersten Senfsamen poppen. Das ist das Startsignal um ein wenig mit Wasser abzulöschen. Danach nimmst du die gewaschenen und von holzigen Anteilen befreiten Spinatblätter und gibst sie gemeinsam mit den Korianderblättern in den Topf. Wenn nötig etwas ablöschen. Wenn der Spinat deutlich an Volumen verloren hat, gibst du die Mungobohnen und den Reis hinzu und löschst mit 800 ml Wasser oder Kokosmilch ab(Der Jogi nimmt Kokosmilch der Mönch Wasser 😉 ).Nun ist es wie bei allen risottoartigen Gerichten besonders wichtig die folgenden 45 Minuten Kochzeit am Ball zu bleiben und gelegentlich umzurühren oder abzulöschen. Nach den ersten 30 Minuten auf höchster Stufe noch 15 Minuten Herdplatte zurückschalten und mit gesteigerter Aufmerksamkeit köcheln lassen. In den letzten 5 Minuten kommen die bereits fertig gekochten Kichererbsen hinzu. Erst jetzt kommen das Salz und der Saft der halben Zitrone dazu. Je nach Geschmack kannst du noch mit Zucker oder Dattelsirup süßen. Kitchery ist ein verblüffend einfaches und vollwertiges Gericht, das man geschmacklich mit wenigen Gewürzen in vorwiegend süß oder  vorwiegend salzig schmeckend umändern kann. Guten Appetit

 

 

P.S: “Kritisiere nicht den Jogi, sondern des Jogis Tat” frei nach Benedikt von Nursia

 

 

 

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Der Geist des Gartens

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Der Geist des Gartens ist der Geist des Wartens,

Der Geist der Tatkraft und des Hingegebenseins.

 

Der Geist des Gärtners ist der Geist

der Obacht in der Ohnmacht,

der Sähkraft und des Hingegebenseins.

 

Der Geist des Gärtners ist der Geist

des Tuns im Lassen,

der Geist des Sehens und Vorübergehenlassens

 

Gebeugt über den gefallenen Samen

spricht der Sähmann sein Amen

Und der Gefallene ersteht in der Frühlingssonne wieder

wie unsere Lieder

 

Das Seins des Gartens ist das Sein des Samens,

des Knospens und der Blühte

 

Die Seel des Gartens ist das Sein welches diese fragile Blühte

mit all ihrem Sein aufhebt in ihrer Güte

 

Der Geist des Gartens ist der Geist des Wartens,

der Geist der Sehkraft in der Kargheit der Zeit

(Daniel Baz, 05.02.2018)

 

Erneuerung

Es zerbricht in der Stirn über leuchtenden Wangen – das alte Verlangen

Ein Neues ist empfangen.

Der schnaubende Vogel mit Löwenkopf durchmustert

in aller Klarheit den gespaltenen Kopf.

Sein Wesen ist Kraft, die befreit,

sein Unwesen die Unbeherrschbarkeit.

Nun siehst du ihn wie Rilkes Panther seine Stäbe

und wie die Stäbe des Panthers Tanz.

Du hast ihn eingefangen dank Distanz

Dein Verlangen spricht in gemildertem Glanz: Komm werde ganz!

Nun reicht das Vogel-Bild dir bis zum Herzen.

Und spricht: Nimm auf dich meine Schmerzen!

durchschaue meine Arroganz und geh im Flug

zum Sturme auf Distanz.

 

Erneuerung heißt Achtsamkeit im Neu-Anheben

Die Dinge zu überschauen und darinnen auf die Reichweite der Nähe zu vertrauen

Den Feuergeist ganz selbstverständlich weiterzuverschenken

doch seine krasse Klarheit zunächst mit dem Herzen zu durchdenken

Es verschmilzt im Herzen das alte Verlangen-

Zeit ein Neues zu empfangen!

(Daniel Baz 28.10.2017)

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Das Sofa am Ende der Sackgasse

Ich trete und sterbe in Gründe

die grundlos in Lüften verduftet wären

 

Ein Vogel, ein Vögler, ein Fang des Windes

Ein Fischer des Ich-tuns,  ein Haken der Gründe

 

Ein Wolf, ein Nietzepigone, ein Möchtegern Re,

die Rehe sie gehen, schießt du sie an !

 

Unheiliger Vaterwille vom Heilen gestellt,

Ich trabe mit eisigen Pfoten in das hellere Weiß

ihrer  ferneren Zähne

verblassende Hitzigkeit der dramatischen Szene

 

Ich trabe und Spuren verwischen

mit verweintem Einsamen, der sich selbst genießend

im Er-Innern verfließt

 

Ich der Verbitterte heimlich Erzitternde,

tut Lumen auf des Bösen Blumen,

deren Blätter im Geiste entkräfte sich lösen

 

Ich atme selbstwirksam zur Ruhe erschöpft

-Mein Wille im Einen ,mein Ich-Sam geköpft-

Berichte die stattsam von Spannkräften künden

Mein Körper sinkt nieder

 

Ich schlafe ein in meine weicheren Glieder

und münde in Ründe welche mir grundlos Samen schafft

die Federn der Ausflüge in die erneute Reibekraft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baz Amadan

Flug und Sturz

Kalt und reißend

Und Augen braun

Und doch gleißend

 

Keine Taube, doch ein offenes Ohr

Helle Schreie, ein greifender Vogel

Welcher im Sturz sich nie verlor

 

Baz amadan – deine Seele erschrickt

Wenn er dich erblickt

Wirst du selber zum Greif oder flüchtest dich

 

Willst du fliegen, oder an deiner Seele halten?

Baz der als Falke kam der nur nach dem Sturze etwas riss –

Fragte sich in seines Opfers Gegenlicht.

 

Baz amadan –Willst du zum Falken werden musst du im Sturz den Flug bewahren durch

den tiefen Blick. Baz amadan – seine Seele erschrickt?

Willst du zum Königsfalken werden

Musst du in deiner größten Macht ersterben

 

Wenn es dann an allem dir gebricht,

lass dich in dein Opfer fallen,

dann lösen sich die blutgen Krallen

und der Seelenvogel fliegt.

 

Daniel Baz 14.05.11 Freiburg vor dem ersten Geburtstag