Le Monde Diplomatique

 



Der Frey ist gegangen und frei geht nicht!
Stattdessen basteln wir Kastanienmännchen im Kartoffeldruck;

sie verstellen vorerst kindisch die kindliche Sicht!


Mund geknebelt, Herz vernebelt, Hände eingespannt und dann:

UNbezähmbar zahm, schrillt ein Frauenlächeln in meine Gram


Die Munding bewegt, wie Kamelhöcker
BWegt sie mich-
verleimt statt Unbill Billhocker
bringt in Einfachheit und Könnerschaft die Nützlichkeit in Sicht


Ins Wasser viel Einstein, jetzt kommt der Max Bill:

Das Ulmer Bauhaus - bau es aus!


Werkstatt statt Schlandwerk: Wasserschaden
Die Trockenlüfter rattern die Schläuche liegen blank


Das Wasser sehnt sich nach Feuer um den
urlaubenden Deutschen ihren Süden zu norden:
Arbeit macht frei!


Der Frey ist gegangen ist freier geworden,
die Schläuche der Matrix sind steckbar geworden,
zeit wiederzukehren um das Ich zu ermorden?

Ich seh die Munding mit den Freitagsmalern maulen,

"wie Sternenstaub auf verfaulendem Laub"


Bin dann doch geblieben, ein Gebot für die Liebenden?
Der Rasenmäher säbelt die Ohren ab,
ich gehe raus zieh die Ohropax aus,
Ich möchte frisch gemähtes Gras
vom Rasenmähermann auf meinem Grab
Ich gehe raus weil ich die Munding lieb hab


Raus und rein um einzusehn,
ins Wasser
fällt Unbill und zieht seine Kreise
wie Einstein und Max Bill

Daniel B.Z im Bildungsmoratorium 18.09.19
6:25 Uhr


"Wie Sternenstaub auf verfaulendem Laub" ist ein Zitat von dem von mir heißgeliebten "Lippenblütler" Mario Hene´aus dem Lied
"Kinder der Nacht" welches bald unter meiner
Mitwirkung in dem Tanz-Theater mit dem baumarkigen Namen "Geht nicht gibts nicht" auf geführt werden wird...und sei ein kleiner Held für das Gute in der Welt."

Infos dazu: https://www.kukuinla.de/




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Alle Hände voll Zukunft

Oberbürgermeister Czisch schwört auf Ulms Bürgerschaft

22.07.2019 es ist fünf vor 10 Uhr und glutheiß. Auf dem Ulmer Weinhof versammeln sich hunderte festlich gewandete Bürger Ulms unter dem geschmückten Schwörhaus einen Steinwurf von der Ulmer Münz. Schön aufgeputzte Offiziere der Bundeswehr, Geistliche der beiden Konfessionen und jede Menge politische Würdenträger und engagierte Bürger verbinden drei Dinge:Hitze, Hüte und Verschworenheit. Einen großen Bogen über die Geschichte die solch eine illustre und doch tief ernsthafte Versammlung der Ulmer möglich gemacht hat spannt Oberbürgermeister Czisch dann schon zu Beginn. 500 Jahre gebe es dieses „Verfassungsfest“ dessen Zentrum die Schwörrede sei, nun schon. Diese längere Tradition mache erst die Bedeutung des anderen Verfassungsfestes in diesem Jahr klar, die des Deutschen Grundgesetzes, welches vor 70 Jahren in Kraft getreten sei deutlich.

Das Freiheit, Gleichheit und Mitbestimmung der Bürger, die heute stark unter Beschuss stünden, gelebt werden könnten, hänge mit einer engagierten Bürgerschaft zusammen, die auf dem festen Grund der Tradition kraftvoll und entschieden in die Zukunft gehen könne. Läuft man vom Metzgerturm, einem ehemaligen Teil der Stadtmauer des mittelalterlichen Ulm, stadteinwärts sieht man an der Südfassade des Ulmer Rathauses auf eindrucksvolle Weise den Stand der Ulmer Wirtschaftsvernetzung zur verbürgerlichten Renovierung anno 1905(siehe Bild oben) prangen. Auch heute so Czisch sei der „Ulmer Blick entschieden europäisch.“ Und nicht nur das, wie in Ulm das ehemals größte Festungswerk Europas, 2030, zur Gartenschau, durch ein grünes Band verbinden will, so wolle Ulm auch eine mitfühlende und soziale Stadt sein.

Bürgerschaft als Schatz, Ordnung als Schutz

Deshalb habe der Ulmer Gemeinderat, so Czisch, jüngst beschlossen, die deutschlandweite Solidaritätsinitiative „Seebrücken schafft sichere Häfen“ (wir berichteten….) zu unterstützen.Zu Ulm als wichtigem Nato- und Rüstungsstandort aber schweigt er. Viel mehr setzt er sich dafür ein, dass die Polizeipräsenz in Ulm verstärkt werde. In Ulm könne man sich wohlfühlen, doch Freiheit brauche Sicherheit und „Wer Leib und Leben anderer schützt, dem gebührt Lob und Anerkennung.“ Glaubwürdig, fast wie ein starker gütiger Löwe wirkt der strahlende Politiker als er sich vehement dafür einsetzt, dass „die Korridore frei äußerbarer Meinungen“ in Ulm nicht verengt werden und die Kunst frei bleibe. Mit dem 2019 sechzig gewordenen Donaubad beginnend, der hundertjährigen Künstlergilde fortfahrend und dem 30 jährigen Roxy nicht endend war die Liste der von Höchster Stelle beglückwünschten Kulturbetriebe Legion. Aus der Zukunft die Ulm laut Czisch selbst anpacken wolle, strahlt auch das Konzept Zweiländerstadt, welches zum 150 jährigen Geburtstag des bayerischen Neu-Ulm die durch die Donau geographisch getrennten Städte national und international zusammenrücken lassen soll.

Umweltschutz: Bewegung aufnehmen und um Lösungen ringen

Danach folgt ein Lob auf die Ulmer Bürgerschaft. Die zahlreichen Beteiligungsmodelle zum Beispiel in der Weststadt hätten zu einem neuen Quartiersgarten im Dichterviertel, nahe dem Böblinger Turm der alten Befestigungsanlage geführt. Hier und an so vielen Orten in Ulm zeige sich, dass „die Bürger in ihrer Lebenswelt“ die besten „Experten“ seien.Im Ziel sei Ulm mit der Jugendbewegung zur Erwirkung eines konsequenteren Klimaschutzes einig, im Weg müsse man um eigene Lösungen ringen. Bei den Klimazielen für 2050 will sich der aus Dietenheim stammende OB an die Vorgaben des Landes halten. Pionier sei Ulm allerdings nicht nur beim Thema autonomes Fahren, sondern auch mit den meisten E-Ladestadtionen pro Kopf in Baden-Württemberg. Jeder Baum sei „ein kleines Stück mehr Klimaschutz.“ Das Kredo der Einsteinstadt sei aber, dass die Herausforderung des Klimaschutzes nur technikoffen lösbar sei.

Armen und Reichen ein gemeiner Mann

Schon wenn man an die sage und schreibe 239 Brücken der Stadt Ulm denkt kommt man auf das Thema der Finanzen. Mit 103 Millionen Euro habe Ulm vergleichsweise wenig Schulden. Denen 118 Millionen Euro auf den Sparbüchern entgegenstünden so der altgediente Diplom-Verwaltungswirt. Gegen Schluss der Rede traditionell von 10 Uhr bis 11 Uhr dauernden Redesprach Czisch die „Harte Nuss“ des Wohnungsproblems in Ulm an. Die neue Notunterkunft für die steigende Zahl Wohnungsloser mit 40 Plätzen sei eine erste Maßnahme. Angesetzt werde aber im großen Stil beim Wohnungsbau, die UWS die von 2019 bis 2027 gerade mal 50 neue Wohnungen baue bezeichnete er als „Pfeiler“ in der Ulmer Wohnungsbaupolitik. Darüber hinaus werde das Baugebiet Safranberg ausgebaut und 2027 komme das Baugebiet Kohlplatte. Wiederum beherzt sein Aufruf an die Ulmer Vermieter, wieder mehr zu vermieten: „Jede einzelne Wohnung zählt!“Staatsmännisch und wertschätzend „manchen war es zuviel, manchen zu wenig“ bedankte er sich auch für die Engagierten in der FlüchtlingshilfeDie Nordfassadenfresken des festlich beflaggten Ulmer Rathauses aus dem 16. Jahrhundert zeigen Szenen aus der griechischen und römischen Mythologie, die sich mit Krieg, Schutz, und Tugenden wie Gehorsam und unverzagtem Mannesmut beschäftigen. Die Ostfassade handelt von biblischen Beispielen von Liebe, Selbsterkenntnis und Gerechtigkeit. Um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen habe Ulm jede Menge zu tun. In einer Welt wo Individualismus Leitwert sei, da könne er alleine schnell zum Egoismus werden. Für Vandalismus an Ulmer Schulen oder Müllsünder hatte er vorher betont, habe er kein Verständnis. Wer sich in einer so pluralen Stadt wie Ulm, die in Wissenschaft wie Arbeitswelt von ausländischen Kräften lebe, trotz verschiedener Weltanschauungen zu einer Ulmer Zusammengehörigkeit zusammenfinden wolle, der müsse sich mit Ulm und seinen Werten und Tugenden identifizieren. Bei den Worten des OB „…Ulmer aus dem Herzen sein“ klatscht einen Frau in wildem Enthusiasmus voraus. Mit der Schwörglocke zusammen schwört leutselige Gönnernachfolger den uralten Schwur: „Reichen und Armen ein gemeinen Mann zu sein…“Als der frischgewählte Ulmer Gemeinderat hernach vereidigt wird spürt man eine Zusammengehörigkeit: “Wir haben alle Hände voll zu tun.” Alle Hände voll Zukunft.”

Particle

 Particle 
Hidden knowledge,
behind the bars,
forbidden brainbridge,
found by the stars.

It's in our head,
You don't care,
for me it's bread,
It's my prayer.

Take a shot,
make the slot,
Thougts of rumble,
odds for humble.

Next try,
replay.

In time of no age,
we started wars,
clime hostage,
the arted spoors.

Universe inside us,
selfharming behaviour,
wealth, charming flavour,
curse died in trust.

Reflect your hearts,
connect blurr parts,
float against the flow,
This boat is strange you know. (Sebastian Pogan)

Wiedereröffnet: Brotmuseum Ulm

Am Donnerstag den vierten Juli war es so weit, dass rundum erneuerte Ulmer Brotmuseum öffnete nach 9 Monaten Umordnung erneut seine Pforten. „Kunst braucht ihre eigenes Recht, ihren eigenen Zusammenhang, in dem sie sich entfalten kann“, meint die enthusiastische Ausstellungsleiterin Dr. Isabel Greschat als sie die augenfälligste Veränderung im Ausstellungsdesign begründet. Jetzt steht die umfangreiche Kunstwerksammlung ,die sich mit dem Verhältnis von Brot und Mensch von Rembrandt bis Picasso, vom 15. Jahrhundert, bis heute befasst, in der für sich. In der alten Ausstellung war die Kunstsammlung das Mittel der Darstellung inhaltlicher Zusammenhänge gewesen. Jetzt stellen 19 Thementische, Installationen und Exponate in kurzweiliger und interaktiver Weise technik- sozial- und kulturgeschichtliche Bezüge von Brot, Bevölkerungswachstum und Verteilungskonflikten her. Im zweiten Stock schafft es das Brot zum Beispiel die Werte der Französischen Revolution, die Evolutionslehre von Charles Darwin, die Zollsenkungspolitik des Ulmers Friedrich List und die Erfindung des Haber-Bosch-Verfahren zur Gewinnung von Stickstoffdünger zur Generierung von exponentiellem Pflanzenwachstum sinnhaft zusammenbinden. All diese Zutaten brauchte es nämlich um das Anthropozän, das Zeitalter in dem der Mensch sich nicht mehr mit den Rädern, der als göttlich akzeptierten Naturgesetze dreht, zu erschaffen. Von nun an sieht sich der Mensch als Schöpfer seiner eigenen Verhältnisse und die Weltbevölkerung wächst mit der Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, der Aufhebung der Ständegesellschaft und dem expandierenden Welthandel.Auf einer Schautafel wird gefragt: „Wenn es stimmt das unsere konsumorientierte Lebensweise unsere Umwelt zerstört, liegt es dann nicht nahe an dieser Lebensweise zu zweifeln“? Da erinnert man sich an die Kinder die im ersten Stock mit bunter Knetmasse an die Arbeitsschritte des Brotbackens herangeführt wurden, während Charly Chaplin in einer Videoinstallation über Ernährungsutopien im Film von einer mechanischen Maschine eine Torte ins Gesicht geschlagen wird. Viele gut gemachte kleine Bewusstmacher, wie der Kohleschieber, an dem man ablesen kann wie viel Kohle innerhalb des eigenen Lebenszeitraumes auf der Welt verbraucht wurde, oder ein Puzzle zum Wasserverbrauch bei der Produktion von Alltagsgegenständen verschärfen die Frage ob exponentielles Wachstum, weiterhin ein gewissenhaftes Lebensmodell sein kann. In einer Reihe von Videos gibt die Medieninstallation von Clemens Stachel und Wolfgang Konrad weitere Denk- und Diskussionsanregungen ohne pädagogisch zu sein. Das Erdgeschoss ist für wechselnde Ausstellung vorgesehen zum kostenfreien Begrüßungstag gibt es hier ein kleines Buffet mit Kaffee. Die komplexe begehbare Klanginstallation „Klimaanlage“ von verschiedenen Klangkünstlernund -wissenschaftlern, wird immer wieder von Kindern umgeschaltet, so das sie sich mir noch nicht erschließt.Am 12.07 um 19 Uhr bringen Werner Cee(Klangkünstler und Komponist) und sein Team die Anlage zum klingen. Danach wird das Projekt in dem historischen Nahrungsspeicher Salzstadel aus dem 16. Jahrhundert erklärt und der Klimawissenschaftler Roland Roth hält einen Vortrag zum Thema „Klimawandel“.

Am Donnerstag den vierten Juli war es so weit, dass rundum erneuerte Ulmer Brotmuseum öffnete nach 9 Monaten Umordnung erneut seine Pforten. „Kunst braucht ihre eigenes Recht, ihren eigenen Zusammenhang, in dem sie sich entfalten kann“, meint die enthusiastische Ausstellungsleiterin Dr. Isabel Greschat als sie die augenfälligste Veränderung im Ausstellungsdesign begründet. Jetzt steht die umfangreiche Kunstwerksammlung ,die sich mit dem Verhältnis von Brot und Mensch von Rembrandt bis Picasso, vom 15. Jahrhundert, bis heute befasst, in der für sich. In der alten Ausstellung war die Kunstsammlung das Mittel der Darstellung inhaltlicher Zusammenhänge gewesen. Jetzt stellen 19 Thementische, Installationen und Exponate in kurzweiliger und interaktiver Weise technik- sozial- und kulturgeschichtliche Bezüge von Brot, Bevölkerungswachstum und Verteilungskonflikten her. Im zweiten Stock schafft es das Brot zum Beispiel die Werte der Französischen Revolution, die Evolutionslehre von Charles Darwin, die Zollsenkungspolitik des Ulmers Friedrich List und die Erfindung des Haber-Bosch-Verfahren zur Gewinnung von Stickstoffdünger zur Generierung von exponentiellem Pflanzenwachstum sinnhaft zusammenbinden. All diese Zutaten brauchte es nämlich um das Anthropozän, das Zeitalter in dem der Mensch sich nicht mehr mit den Rädern, der als göttlich akzeptierten Naturgesetze dreht, zu erschaffen. Von nun an sieht sich der Mensch als Schöpfer seiner eigenen Verhältnisse und die Weltbevölkerung wächst mit der Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, der Aufhebung der Ständegesellschaft und dem expandierenden Welthandel.Auf einer Schautafel wird gefragt: „Wenn es stimmt das unsere konsumorientierte Lebensweise unsere Umwelt zerstört, liegt es dann nicht nahe an dieser Lebensweise zu zweifeln“?

Da erinnert man sich an die Kinder die im ersten Stock mit bunter Knetmasse an die Arbeitsschritte des Brotbackens herangeführt wurden, während Charly Chaplin in einer Videoinstallation über Ernährungsutopien im Film von einer mechanischen Maschine eine Torte ins Gesicht geschlagen wird. Viele gut gemachte kleine Bewusstmacher, wie der Kohleschieber, an dem man ablesen kann wie viel Kohle innerhalb des eigenen Lebenszeitraumes auf der Welt verbraucht wurde, oder ein Puzzle zum Wasserverbrauch bei der Produktion von Alltagsgegenständen verschärfen die Frage ob exponentielles Wachstum, weiterhin ein gewissenhaftes Lebensmodell sein kann. In einer Reihe von Videos gibt die Medieninstallation von Clemens Stachel und Wolfgang Konrad weitere Denk- und Diskussionsanregungen ohne pädagogisch zu sein. Das Erdgeschoss ist für wechselnde Ausstellung vorgesehen zum kostenfreien Begrüßungstag gibt es hier ein kleines Buffet mit Kaffee. Die komplexe begehbare Klanginstallation „Klimaanlage“ von verschiedenen Klangkünstlern und -wissenschaftlern, wird immer wieder von Kindern umgeschaltet, so das sie sich mir noch nicht erschließt.Am 12.07 um 19 Uhr bringen Werner Cee(Klangkünstler und Komponist) und sein Team die Anlage zum klingen. Danach wird das Projekt in dem historischen Nahrungsspeicher Salzstadel aus dem 16. Jahrhundert erklärt und der Klimawissenschaftler Roland Roth hält einen Vortrag zum Thema „Klimawandel“.

Exposition: Humans of Ulm

Ulmer Gesichter und Geschichten erzählen von der Flucht

Am Freitag fand im Gleis 44 in der Schillerstaße im Rahmen des „Festival contre la rassisme“ die Eröffnung der Ausstellung „Humans of Ulm“ statt. Die Seebrücke Ulm die zusammen mit zahlreichen Seebrücken in vielen deutschen Städten 2018 entstand, als viele Flüchtlingsretterschiffe im Mittelmeer nationalstaatlich gestoppt wurden,, hat die Ausstellung im ersten Stock des jungen Kulturzentrums im Dichterviertel der Einstein-Stadt auf die Beine gestellt. Die engagierte und beherzte Psychologiestudentin Leonie, Abschlussthema: Die therapeutische Wirkung von Hochseilgärten schilderte die Lage von Herzen. Die Zahl der Flüchtlinge weltweit habe eine einmalige Höchstzahl erreicht,die Zahl der Asylanträge in Deutschland einen Niedrigstand. Das Mittelmeer sei noch immer einer der gefährlichsten Fluchtwege der Welt. Ihr ginge es seit ihrem Engagement für Geflüchtete Menschen so, dass sie immer öfter erstaunt mitbekomme, dass Menschen die sie schon lange kenne, eine Flüchtlingsgeschichte hätten. Viele „Deutsche“ hätten bei genauerem Kennenlernen geflüchtete Eltern oder Großeltern. Ihr sei es im Alltag viel wichtiger was ihr für Menschen gegenüber treten, analytische oder künstlerische, introvertierte oder extrovertierte.Hier trete die Herkunft hinter der Gegenwart zurück. Leonie trägt ein mattblaues Kleid mit einem in Makramee gearbeiteten Lapislazuli.

Ankunft des Vaterlandes?

Da treibt die bläulich schimmernde Blase einer Geschichte aus meinem Leben in den Vordergrund. Damals 2014 hatte ich in Überwindung all meines schwäbischen Geizes, von dem edlen Glanz des Lapislazuli in den Händen unserer Buddhastatue im Meditationszentrum angespornt, einen handgroßen Lapislazuli gekauft. Mein Kumpel war unpässlich, und ich setzte mich, den Lapis in den Händen vor seiner Wohnung ,in einem ärmeren Viertel Freiburgs, zur Einkehr hin. Als ich mit guten Wünschen nach einer unermessenen Zeit die Augen auftat, sah ich da ein kleines arabisch aussehndes Mädchen, deren Augen im Angesicht des Steines glänzten. Wie von einem unpersönlichen Mut getragen ging ich zu ihr hin und bot ihr den Stein an. Erst winkte sie verlegen ab, dann schaute ich bis zu der Schicht ihrer Augen die den Stein der Hingabe vorher anglänzte und sie nahm ihn in kindlicher Glückseligkeit an sich und ging. Seit dem weiß ich, dass etwas tieferes Welt- und Bewusstseinsgeschichtliches dahinter steckt, dass Syrien tragischer Weise gerade das Land der Welt mit dem größten Bevölkerungsschwund ist. Mein Vater ist Libanese, sieht sich aber als Phönizier, einer seiner Lieblingsautoren ist Khalil Gibran, ein Brückenbauer zwischen Orient und Okzident, gerne erzählt er die Geschichte das Uruba der Legende nach eine wunderschöne phönizische Prinzessin war, die Zeus in der Maske des Stieres zur Untreue, aber auch zur Zeugung des Kontinents trieb.

Azraq: Bridge over troubled water?

Von Überwindung von Trennungslinien erzählen auch die Geschichten und Gesichter der Ausstellung „Humans of Ulm.“ Von schlimmen Erfahrungen: Bilder sterbender Mitreisender auf untergehenden Boten. Von staatlicher Diskriminierung in den 70er Jahren geflüchteter Aleviten aus der Türkei. Aber auch von den Früchten der Selbst- und Weltüberwindung. „Pünktlichkeit ist etwas zutiefst syrisches“, parliert ein junger Syrer, der die Brücken die seine geistigen Vorgänger bauten, zu nutzen wusste über seine unpünktlichen Deutschen Freunde. Am Fenster steht im Abendlicht pittoresk ein Mann mit T-Shirt in gedämpften blau, darauf steht in drei selbstgedruckten schwarzen Lettern: MUT. Mein Gesicht des Abends. Es stellt sich heraus, dass es der Ulmer Lyriker Marco Kerler ist, der mein Gedicht „Löse und verbinde“ für die Flugschrift zu dem „Festival Contre Rassisme“ mit 80 anderen abgelehnt hat. Es fällt mir spontan ein Zitat das Perikles, dem Gründer der antiken Athener Demokratie zugeschrieben wird ein. „Das Geheimnis des Glücks ist Freiheit, das Geheimnis der Freiheit ist Mut.“ Wären wir nicht zu intellektuell würden wir uns jetzt geistig in den Armen liegen. Dem Lyriker, dessen Werke laut eigener Aussage nur in Berlin wirklich verstanden werden, ist das zu klar. Eines ist klar Azraq heißt zu Arabisch blau und Lapislazuli Lazaward.Und die Wasser sind schon seit je her das Medium auf denen der mitfühlende schöpferische Geist der auf uns zu kommt schwebt.

In Ananda

Ich sah so oft die schönsten

Körper hochgeschlossen

Die Seelen ganz verloffen offen…

Jetzt seh ich dich- bourdougal-

Erste Predigt der Erwachten,

bevor sie ihren Mund aufmachten

Um in dich zu beißen… verschmelzendes Begreifen

Ich sah zu oft die schönsten Dinge ungesehn

die blinden Augen aber blendend angesehn

Jetzt ist der Seher

in seinem Sehen und Sinnen

ganz in deiner Sehnsucht

nach Übergang drinnen

Orange dich zu sehen und zu riechen

drängt zu ersten Autopsien

Dein duftendes Orange dir abzuziehen

führt mich zur bitter-süßen Weißheit

hinter den Ästhetik-Theorien

Wir sind allein, wir zwei:

Sehnsucht und Ruhe.

Du willst immer tanzen

und ich hab die Glückseeligkeit

in einer dunklen Truhe

Ich liebe dich!!! Ach lass mich in Ruhe!!

Wenn ich zu weit auf deinem Basilisken reit,

wird unsre Zweisamkeit -in unbeherrschter Körperlichkeit-

bald wieder entzweit

Doch kommst du- und wisse die Welt gibt keine Ruhe-

zu mir in meine Truhe spürst du Gleichursprünglichkeit

Und wir tauchen wie Wasser und Welle ganz in Ananda

ewig zurück zur sprudelnden Quelle

In dir Frucht- will ich mich erkennen,

im Verteilen deiner Spalten will unsre

gütge Einheit ich entfalten

Ich weiß noch- und ich verschmelze-wenn ich es berichte

wie meine Flamme mit O und mit Mmmh

in deinem Fruchtfleisch selbstlos erlischte…

(Farounfirewater 02.07.19, für Sofia)

Begriffe: Bourdugal heißt Orange auf Arabisch, Ananda soll der Schüler aus Buddha Shakyamunis engstem Schülerkreis gewesen sein der als letzter die Erleuchtung erlangte, Ananda heißt auf Sanskrit Freude. Es heißt Buddha hielt seine erste Predigt in dem er eine Orange achtsam schälte und verteilte.

Welt Joga Tag in Ulm

108 Sonnengrüße für globalen freien Geist

Am Anfang war der Klang. So auch beim Welt Joga Tag auf der Gänswiese hinter dem Donaustadion in Ulm. Um 16 Uhr eröffnete die Kirtanband vom Sri Durgamayi Ma Ashram e.V. in Ulm den längsten Abend des Jahres mit gemeinsamem Mantrasingen. Der 21.06 wurde, so das Infoblatt des Veranstalters You-Joga, einem Netzwerk Ulmer Jogabewegter, am 11. Dezember 2014 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Welt Joga Tag ernannt und seither ist es rund um die Welt ein erhebendes Gefühl, transglobal koordiniert die symbolischen 108 Sonnengrüße zu üben. Tim(26) der zusammen mit Katja(29), beide aus Ulm, die Sonnengrüße anleitet, trägt eine Zählkette(Mala) aus 108 Beeren, die er Shivabeeren nennt. Die Anzahl steht in Indien, dem Herkunftsland des ganzkörperlichen Selbsterkenntnisweges, traditionell für die 108 Namen Gottes. Circa 180 Leute üben von den beiden abwechseln angeleitet über 2 Stunden die 108 Bewegungssequenzen aus.

Der Klang ist jetzt Bewegung geworden und während der letzten 3 Sequenzen lugt das Auge der Sonne machtvoll durch die Wolken. Ein Gefühl großer Genugtuung und Entspannung strahlt vor der Shavasana, der Entspannung nach der herausfordernden Übung, aus den Gesichtern der Teilnehmer.Nach dem man, wenn auch manchmal nicht ganz 108 Mal,in den herabschauenden Hund(eine der Haltungen) gestiegen ist, meditiert oder feiert es sich mit Christopher Mapstone, der Musik from the heart, of the heart und to the heart macht, und dem Bewusstsein der globalen Bewegung umso kraftvoller. Joga, das laut der Schautafel auf dem Veranstaltungsareal keinen Anspruch darauf erhebt eine Religion zu sein, zeigt heute im globalen Ulm gut, dass Selbsterkenntnis, gemeinsame Anstrengung und liebevolle Zuwendung nicht exklusiv sind, dafür aber jede Menge Raum und Freude erschaffen. You are divinity, lovely light singt der in Kanada geborene Klangreisende, von einer schönen Zuhörerin elektrisiert. Und mir kommt dabei die Textzeile von Thomas D in den Sinn: “…Nada Brahma die Welt ist Klang. Halleluja und Amen.”