Addendum Adveniat

V 3

V

erkehrt durch dich zu sich,

-Reicher-

ER

kehrt aus dir was nicht lieb ist

V

ersehrt das Reich deiner Feindschaft

Es

bereitet sich für sich

V

erkehrt mit den Kämpfern die das Schöne bewundern

Ein

kehr und Heimkehr nach seiner Begehr

Licht

kehrt dich zur Liebe die über dir wacht

Es

reicht dir. Nun reicht er dir die Waffen aus seiner Allmacht

Sie

kehrt durch dich zu sich- reicher-…

Er

hatte dich zerschmettert- V1 und V2– jetzt kehrst du wieder

und siehst das du ewig, ihr dienend

der Weg, die Wahrheit und das Leben bist

V3

Alienus( weißer Freitag der 13. im schwarz, rot goldenen Geiste)

Herold statt Zeitung IV


Statt Addenda- DA*-situationelle

Heroldstattbotendienste: Meine N.SA minnt die örtlichen Mittagessen auf

mein Außenrist tut weh, vergemächlicht meinen Lauf

ein Flüchtlingskind bläst seinen Fußball auf

Ein Skellett schaut, halb vergraben aus dem Boden heraus

Ein körperloses Totengestell baumelt vor dem Haus die Ewigkeit aus

Mohnblumen am Rand von Bauschutt vor abgesägten Bäumen

lassen von Widerstand, von hochsommern im Spätherbst träumen

Die Natur purpurn pur, wird ganz rot vor dem Tod

Haut strotzt vor Sonne, Vögel fühlen Wonne,

Zögern mit dem Ziehen. Kollonisierte in den Colonien:

Blaue Autos auf Erfolgskurs: Ordem e progresso

brasilianische Horden morden flügellahm auf den

Wellen der Vielfaltsmanien

Vergiftete Bauern mit Großmaschien

fahren blockierend nach Berlin

Die Münze zum Gott den Müntzer vergessen

ist der Bauernkopf rot und die Grüne in Not

Alte Herren sieht man die Waffen ziehen

Karrenbauer und Wagenknecht,

die Meisten sind link oder viel zu recht

Die Vögel schreiben vor dem Ziehen neue Theorien

Jeder Schritt ein Lichtblick weit entfernt vom Ich-Blick

der verknöchert und kalt sich in die alten Pfade krallt

Felgen die sich nicht mehr drehn, die in verlorenen Gärten

auf rostigen Stäben stehn

Aus dem ruinierten Haus, wächst ein bAUM heraus…***

Ich bin aus Heroldstatt, mein Bürgermeister heißt Weber,

ich bin neun Tage gehangen im Tiefental, vor meinem Aug steht

ein Försterlauf: Er spricht: „Schleich dich aus Staatseigentum

Du Pflegefall, du Dritte Wahl”.

Ich bin neun Minuten dreiunddreißig gegangen im Tiefental

in meinem Sinn wie 12 Jahre: Jetzt zeigt sich mir frei?

Blaubeuren, Pinienduft, evangelische Kirche…

ein Konzert von Max Reger…

Ich denk an:Die Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

letzte Seite das Jedermannszitat, achso klar:Der Text ist von Max Weber.

(Danimed inspiriert von Dani P., Parceval,Alexander Kluge´s Ausstellung Die Macht der Musik, ihren …legalen Rehabilitationsfillialen in Ulm- bei den Reichen- und dem venezianischem Carneval durch das tiefe Tal)



Überlebenswogen

über Lebenswogen

Sie, die Geschichte ist zu lang, zumindest traf ich sie und sie traf mich/

Sieh, die Geschichte am schwinden, am sich mit ungebundnen Lebensfäden binden

Sie war ein Wogen des Lebens, Bugwelle, erhebend und gewaltig, ich hab sie noch vor Augen, aber ich halt´ sie nicht

Und die Fäden verbinden sich mit Fantasien, doch Phantasien braucht Kinderaugen

Und keine Erwartungen von Erwartungen die sich in Unverbindlichkeiten saugen

Augen brauchen Augen und Blau ist Himmel Blau ist Hölle

Augen brauchen Augen, in Gegenwärtigkeit, Augen schließen und ersehnen schafft nur Einsamkeit

Das Leben ist ein Feuer man muss es weiter tragen zumindest im Geist

weil der Lebensfaden sonst meist reißt

fade leben ≠ Lebensfaden

Die Liebe ist ein Licht man muss sie weitersenden,

Liebe ist Einsicht man muss sie weiter sehen

Sinn ist Sinnlichkeit über den Leib man muss nur leibend leben, Augenfeuer lichten und die richtgen Fäden verweben

Feuer-Augen Feueraugen-Augenfeuer

Raum und Zeit sind die Veränderungen in Freud und Leid die Unterschiede machen

DEIN LACHEN IST IHR LACHEN IHR LACHEN IST MEIN LACHEN

Du befeuerst mein Leben, in Augenfeuern

Die meine Erstarrung schmelzen, meinen Pakt erneuern

Mit dem Herzblut geschrieben von denen die mich liebten

Die bisweilen unsre Liebe besiegten vorerst verflossen, getrennt unterschieden

Geschieden vom Herzensmut der den Pakt zu erneuern vermag

Sehnsucht um Sehnsucht mit Hafen und Sturm mit Gewalten und Zuflucht

Der Zuflucht, die das Blau das in die Tiefe zieht zu Himmeln macht in dem sie trägt durch

Freud und Leid durch Raum und Zeit durch Einsamkeit aufbrechende Samen der Nacht zum Tag

Über Lebenswogen über Dich

(Danimed, 2008 im Angesicht von Meiken´s schwindender Silhouette neu gesehen: Heute. Gewidmet den Pinien, mögen sie die Pinienwälder sehen! Dazu schildere ich ihnen der Nadelwälder Duft jenseits der Trennung der Formen und Gruppierungen der Stämme)

Herold statt Zeitung III

Addendum Eichendorf: An die Meisten

Ist denn alles ganz vergebens?

Freiheit, Ruhm und treue Sitte,

Ritterbild des alten Lebens,

zog im Lied durch eure Mitte

Hohnverlacht als Don Quixote;

euch deckt Schlaf mit plumper Pfote,

und die Ehre ist euch Zote.

Ob sich Kampf erneut, vergliche,

Ob sich roh Gebirgsvolk raufe,

sucht der Klügre Weg´und Schliche,

Wie er nur sein Haus erlaufe.

Ruhet, stützet nur und haltet!

Untersinkt, was ihr gestaltet,

Wenn der Mutterboden spaltet.

Wie so lustig, ihr Poeten,

An den blumenreichen Hagen

In dem Abendgold zu flöten,

Quellen, Nymphen nachzujagen!

Wenn erst mutge Schüsse fallen,

Von den schönen Widerhallen

Laßt ihr zart Sonette schallen…

(Text: Joseph Freiherr von Eichendorf: An die Meisten)

Mauerblümchen-AddenDa

Mauerblümchen addendum

Bereits braune Blätter fallen

Man hört Musik wie um ein Festival zu beschallen

aus einem Auto hallen.. Die Räder gewinnen an Fahrt…

Kinder zeichnen ParcourE auf betoniertem Flure

…das Auto ist Abart getuned

Denken, Handeln, Fühlen nach Gelderwerbskalkülen,

Zeitungaustragen 4 Euro unterm´ Mindestmumm,

es geht ums Tun und nicht um´s Siegen,

das Wachstum ist stetig mimt stumm zwischen verlassenen Idyllen in den Zeitungen herum

Das alte Wachstum aus Blut und Bitumen misst sich am Volumen

der Verdrängung seiner Effekte: Zeit und Bild und grüne Affekte

Ein bischen Hass zieht über sein Gesicht,

die Kastananien zerkrachen unter Dein-M Fuss zu Nichts

Schwäbische Zeitung, vielleicht noch Sonette?

Felgen die sich nicht mehr drehn, die in verlorenen Gärten

auf rostigen Stäben stehn

Aus dem ruinierten Haus, wächst ein bAUM heraus…***

Ein verwaister Brunnen aus Beton

kündet tannennadelduftig vom Verkommen

über den Wipfeln hör ich die Bäume ommen

Schweinebratenduft durchschneidet die lichte Luft

zauberruhig, Blätter rot und gelb durchwirbelt von Motoren

Silberne Katze schmiegt sich Da an sein Fuß,

worauf sein Rad stumm stillstehn muss.!!!

-einfach nur Schweigen und Sonne-

… vielleicht noch Sonette …

(Dani inspiriert von Sontheim beim Zeitungsaustragen für ca. 5 Euro unter Mindestlohn)

Links: SWP-Artikel zu Schauflingers Arbeit zu 900 Jahren Ennabeurer Ortshistorie: https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/alb-donau/rundgang-durch-ennabeuren-als-auftakt-fuer-dorfhock-22980993.html

Biodeutsch?!

Kultur aus der europäischen Völkermühle

Christa Mayerhofer, die zuletzt mit ihrer „Rentnermoritat“ Freude, Bewusstsein und Mitgefühl auf die Kleinkunstbühnen der Region zauberte, hatte letzten Donnerstag mit ihrem neuen Programm „Biodeutsch“ Premiere. Diese Beziehungsgeschichte des Neandertalers auf der Suche nach der deutschen Kultur, nahm ihren Anfang in Mayerhofers Stadtteil Wiblingen in Ulm.

Ein Fanal für demokratische Organisation war es schon einmal, dass in dem schönen Raum im Quartierstreff in Wiblingen aufgrund von Mayerhofers exzellenten Beziehungen und Überzeugungskünsten das erste Mal überhaupt eine öffentliche Veranstaltung zu diesem Anlass abgehalten wurde. Der Generationentreff Wiblingen und die vom Land gesponserte Partnerschaft für Demokratie als Veranstalter durften trotz wenig öffentlicher Werbung mit etwa 50 Gästen ein volles Haus begrüßen.

Während der Einführung der Künstler, auch Tom der Wolf, gibt sich mit seinen kraftvollen Protestsongs die Ehre, ging ein Glas zu Bruch. Wenn auch Tom hätte offiziell beginnen sollen, so

lieferte die schmähreiche Salzburgerin sofort die auflockernde Erklärung. „Das war der Kegelverein.“

Dramaturgie, Kraft, Bedeutsamkeit und Persönlichkeit manifestierten sich in dem Eingangssong „Wolf unter Wölfen“ von Tom. Der Bogen spannte sich vom Refrain: „Du kannst nicht schlafen, weil du nicht vergisst, dass das Mensch dem Mensch der Teufel ist.“ aus auf. Zog sich über Szenen,

die Menschen als Diener der Ungerechtigkeit und Ausbeutung anderer Menschen und Lebewesen zeigte und rundete sich ab in dem synthetischen Schlussrefrain: „Du sollst nicht schlafen, da du nicht vergisst, dass du ein Teil der Veränderung bist.“ Tom der Wolf ein Musiker dessen Intensität und Textideen zum Gutteil aus den Erfahrungen eines 35 jährigen Engagements gegen Atom- und Kohlestromgewinnung rühren.

Mischungsverhältnisse im Neandertal

In der gespannten Atmosphäre begann dann Christa ihr Thema „Biodeutsch“, biodeutsch ist eine Wortschöpfung der Identitären Bewegung um den ethnischen Wert, vor dem rein passdeutschen Status herauszustreißen. Schon der Nendertaler sei damals in kulturunvordenklichen Zeiten einem

Einwanderer aus Afrika, dem Homo Sapiens nämlich, auf erotische Weise mit Kindesfolgen begegnet, davon zeuge ein Oberschenkelknochem im Ulmer Museum. Eine detailierte Geschichtserzählung sieht zwar anders aus und auch der Sprung vom Stelldichein der Urtypen zur Völkerwanderung darf als harsch bezeichnet werden. Die Schilderung des Raufens, Saufens und Mordens von Allemannen, über Franken bis hin zu Vercingertorix dem Gallier, dessen Tochter der Jubiäumsasterix, zum 60. gewidmet ist, und darüber hinaus gab allerdings lustige und triftige Indizien für einen gesamteuropäischen „Spermienmix.“ Die Franken, die sie nicht nur als besonders frei, sondern als besonders brutal einstufte, verband sie mit dem aus Nürnberg-Schweinau stammenden Markus Söder. Der müsse wissen, dass die Bayern ein Volksstamm seien die aus Illyrern und zu einem Gutteil aus Geflüchteten aus der Schweiz und besiegten Langbarden bestünden. Der Höhepunkt, sie forderte in ihrer wunderbar roten bulgarischen Volkstracht von Markus: „Mach eine Psychotherapie, denn alles was du ablehnst bist du selbst.“

Nach dieser langen geschichtlichen Herleitung gab es dann zur Belohnung für die kognitive Anstrengung einen poetischen Song von Tom über eine stigmatisierte blinde Japanerin. „Old picture,It could be me, it could you thousand mildes away.“ Prädikat: tränentreibend.

Das dann der Begriff Kelten noch mit Stellen aus Carl Zuckmayers „Des Teufels General“ bemerkenswert erhellt wurde, zeugte davon das es Mayerhofer, durchaus um das Deutsche war. Nicht aber das „Biodeutsche“, sondern das Kulturdeutsche und zum Schluss gar das „Demokratiedeutsche“. In einem Abschnitt, der nur als mystisch und episch zu umschreiben ist schildert Zuckmayers General Harras auf einer dreiviertel Seite die Menschen die im Laufe der Zeiten alle am Rhein inkarniert sind. Vom jüdischen Händler über den französischen Liebhaber bis hin zum preußischen Soldaten um hernach, das Rheingebiet als die „europäische Völkermühle“ zu charakterisieren und solche wie der Goethe seien auch von da fügt er hinzu. Das sei also die Kelter, ein Verfahren um aus verschiedenen Trrauben Wein zu gewinnen.

Auch seien die meisten Flüchtlinge nach dem 2.Weltkrieg nach Bayern und Baden Württemberg gekommen. Da sei es doch lachhaft wenn ihr Verwandter Thorsten sich bei den Identitären wie ein direkter Abkömmling von Herman dem Cherusker brüste. Obama habe auch Deutsche Gene, das sehe man ihm auch nicht an der Nase an. Biodeutsch, meint sie das gibt es nur bei Kartoffeln. Und die sind ja nicht wie die Deutschen nach Amerika ausgeandert, sondern anders rum, denke ich.

Harte und klare Worte verlor sie in Richtung Puffgänger. Bei den Nutten, die in der Blaubeurerstraße, von starken Männern beschützt.in der Horizontale ihre Schleppergelder abarbeiten dürften, da könne es gar nicht bunt genug sein. Nur rassisch bräuchte man es rein.

Bei den Nutten darf´s bunt sein

Da sei ihr ihr Volk, von dem es heißt, dass es aus Promenadenmischungen bestehe, die Österreicher schon lieber. Da mache man zwischen den Ausländern einfach gar keine Unterscheidungen, das seien die Tschuschen, von denen es auch Kapellen gebe, die man beim Danaufest in Ulm auch sehen könne. Es gebe da einen tollen Rahmen, auch beim Brunch der Kulturen im Haus der Begegnung könne man so manche Tänze mit ungewöhnlichen Taktfrequenzen tanzen.

Einen tollen Schluss fand das Programm in einer innigen Rezitation des Fischers von Goethe. Hier sah man wieder auf gemeinschaftseröffnende Art das Eros und Arbeit, wie Alexander Kluge erforschte, die wichtigsten Praxisgebiete des werdenden Kulturdeutschen sind.

Der Fischer

Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll,
Ein Fischer saß daran,
Sah nach dem Angel ruhevoll,
Kühl bis ans Herz hinan.
Und wie er sitzt und wie er lauscht,
Teilt sich die Flut empor:
Aus dem bewegten Wasser rauscht
Ein feuchtes Weib hervor.

Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm:
»Was lockst du meine Brut
Mit Menschenwitz und Menschenlist
Hinauf in Todesglut?
Ach wüßtest du, wie’s Fischlein ist
So wohlig auf dem Grund,
Du stiegst herunter, wie du bist,
Und würdest erst gesund.

Labt sich die liebe Sonne nicht,
Der Mond sich nicht im Meer?
Kehrt wellenatmend ihr Gesicht
Nicht doppelt schöner her?
Lockt dich der tiefe Himmel nicht,
Das feuchtverklärte Blau?
Lockt dich dein eigen Angesicht
Nicht her in ew’gen Tau?«

Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll,
Netzt’ ihm den nackten Fuß;
Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll
Wie bei der Liebsten Gruß.
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;
Da war’s um ihn geschehn;
Halb zog sie ihn, halb sank er hin
Und ward nicht mehr gesehn.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1779)