BiRD

ES begann mit einem Atemzug und Du?

Mit einem Schrei?… einer Suche in Abhängigkeit nach der einen

Variable/

die sich Quelle nennt

Dem namenlosen das sich nach dem einen Namen sehnt

Als das Vergleichen begann fing ich zu zweifeln an

Der Weg eines erwachsenen Kinds auf der Suche nach dem Mann

Dem Mann der diesen Unfall baute

Diese Straßen, der Mann der deine Mutter haute

Es begann mit einem Augenblick,

mit einem Schreck und Tränen.

Mit hellem Licht, das Geborgenheit zerbrach

das Licht wurde gebrochen, beschattete sich selbst und ging sich nach

Es ging weiter in Sehnsucht gefangen, denn du hattest des Himmels Blau gesehen

Und das tiefe Rot das Fleisch und die Früchte

doch das as Licht war ein Blender für dich und der Himmel ein Hunger, ein endloses Flehen

Dein Wille warf dich nieder, kollidierte im Kampf, du sahst rot, die Angst schrie: flüchte

Du ranntest zitternd, und endlich körperlich gebrochen, bald hörte man deine Faust an das Elternhaus pochen

Hunger, Hunger, Hunger und ins Blaue hinein nach dem Leben schrein, zurückgestutzt, Angst in den Knochen, Hund nie auf die Füße gefallen, gefördert und gefordert, Abhängig von Allem

Gefallen und gut gefallen – ES endet nie und DU?

(Daniel Baz in der Freiburger Zeit um 2014 als ich mittellos im Schloßbergwald campierte, während sich andern Sehnsuchtsortes das 400 jährige Jubiläum der internationalen Schule der Befreiung zutrug)

Nordischer Herbstwind

Der Wind weht und vieles besteht

Der Wind wehrt und vieles vergeht

Schon lange, zu lange?

Weht Vater, Mutter, Kind zusammen

die schon lange aneinander gefangen sind

Weht sie durch sich und durch einander-

-Durcheinander!-

Der Wind weht und vieles besteht

und sieht des Körpers begierige Freiheit

verliert ihr Gebiet

Weniger werden!!!

Hallt es durch wallhallische Hallen

Weniger werden wenn die Blätter fallen

Weniger werden wenn die Kälte sich vermehrt

´ Lediger werden, nicht unversehrt!!!

Der Wind weht, lass ab,

so wie das Blatt abgeht

Von einem Feuerball gehalten

auf einem blaugrauen Planet

Sei du der Wind der mich verweht,

die Zeit die vergeht und der

Ort an den es mich weht

Leben tut gut?

Leben tut weh!

Es spricht der Mut: Leben vergeht gut

Wenn der Leber im im Ableben

lebendig besteht

Lebendig besteht!

Die toten Blätter können tanzen,

im flutenden Blau mischen sich

die Leiber zu schmierig glänzendem

Leichengrau

Die alte Fassung ist verlassen

die Windsbraut bebt und weht gelassen

ein neues Leben

nebellungenstark

Ganz stürmisch und gelassen,

für Shoppingmalle nicht zu fassen.

Unter der Zwetschge

An jenem Tag in heller Sonn-September
blau unterm alten Zwetschgenbaum
Roch es nach Fallobst, zertreten so sämig.
Weich...
Rot ausgebreitet; orangen-rotes Fleisch

Aufblickend... sah man
die gräulich angehauchten Tropfen
Auf Augenhöhe eine braune Frucht
belegt mit weiß ob es wohl für und ist?

Wieder wandert eine Holde in den Mund
friedliche Lust und lockrer Darmesgrund!

Das Rot das hinter dem Hauch von Blau
dem Aug entgegenstand stand wie ein Wille!
Sich dem Fall und Übergang wie Starkes selbstvergessen hinzugeben

Kein Gegen mehr, Hinüberstand
Wie viele selge Münder hat
die Zwetschge schon gesehen?

Wieviele überdachte er und schirmte
sie beim Übergang?

Vielleicht spucken solch Selige
heute noch gerne über morsche Mauern
ihre kessen Kerne?

Und tagen bis in die Sterne
und fahren mit ihren zärtlichen Händen
bis in des Morgenlandes Ferne,

sie haben sich gerne.

(Daniman, 20.09 u 13.10.19)

Gleit 45

 



Bachsuiteentgleisung in D-Moll
Viel Spiel, viel Haben, viel Soll


Fick mich in mein Sommerloch
und stoß mich wieder weg
denn es schmeckt nach Freiheit dieses Leck


Fick mich! Mein Verlangen schreit
nach einem Langen.Spiel!
Fick mich ohne Bangen noch,
ich hab ein Sommerloch


Ich bin die herbe Blühte, du der linde Schmetterling
dass ich dir meinen Nektar bring,
versprech ich schon im Kling und Sing.


Ich mach Musik, Raum und Freude, Spaß
ich wehr mich nicht gegen den Krieg,
das Gas und den Heidenspaß


Ich perform die schönsten Lieder
sittsam und geländegängig
nur zum Zeugen bin ich abhängig


Du bist so groß du Musenkuss
das selbst der Tintenfisch zum
Nixenmahl sich strecken muss


Fick mich in mein Sommerloch !
Der Aufruch macht mir Angst.
Der Türsteher droht, Obama sagt: Du kannst.


Fick mich in mein Sommerloch
weil ich nix bin als des Augenblickes Licht.
Zünd mich an mein Funke in der Finsternis


Die Leidenschaft muss sich nach Außen wenden,
wie ein viel zu langes Warten.
Es ist etwas im Busch in unserm Diesseitsgarten.


Und dann sind wir Wohlgefallen.
Gottes Gedanken fallen
wie Symbole und Zahlen
in unsre blutkochenden Oberschalen


Ja. Sa(h)rabande, geile Suite von Bach
Lass sie ganz durch dich fallen,
wie eine Synphonie aus Oh und Ach




Erzeuge durchlichtete Hallen
in diesem Einbruch von Freiheit befallen


Des Knaben Wunderhorn- Schulung zum großen Gesang
In deinem Loch ist die Fülle die sommers Leerheit,
winters Stille ist


Bachsuiteentgleisung in D-Moll
Viel Spiel, viel gemeinsam, viel Sol
Wenn du das bebende Bündel bist bin ich der Führer
Verführter Lyriker
Liebanese, Assyrer, gefickter Feuerschürer

Danimed, an einem Tag im blauen Mond September

Berufssuche

Sich schleifen und finden lassen
den Bruch des Gewordenseins
vergegenständlichend

-Rohstoff und Rohdiamant-

Reifung statt Verrohung
besinnen statt berechnen
gerecht werden statt reich

vertrauen statt ängstigen
ermutigen statt drohen
Duldsamkeit statt Leidenschaft
Verantwortung statt Freiheit

Nicht wissen sondern tun,
nicht tun sondern lassen,
nicht sondern, sondern
sondieren

Verbindung von Erkenntnis und Lösung
auf eine Perspektive hin...
Verscherzen statt Bekümmerung
verwischen statt übersteigen

Nicht besonders sein, nicht Besonderes erschaffen,
nicht erziehen sondern anziehen, nicht entgrenzen, sondern Grenzen halten lernen.

Aufrecht und gelassen, sich dem Umfeld nährend, das Innere entwickelnd Vorbild geben, folgend dem höheren Gesetz.

Rohstoff und Rohdiamant unter Druck, unter Menschen, der Herkunft und des Glaubens unverletzt im großen Mitgefühl aufs Berufssuche im Hier und Jetzt.

(Farounfirewater 2014, letzte Zeile hinzugefügt,17,06.10.19)

Le Monde Diplomatique

 



Der Frey ist gegangen und frei geht nicht!
Stattdessen basteln wir Kastanienmännchen im Kartoffeldruck;

sie verstellen vorerst kindisch die kindliche Sicht!


Mund geknebelt, Herz vernebelt, Hände eingespannt und dann:

UNbezähmbar zahm, schrillt ein Frauenlächeln in meine Gram


Die Munding bewegt, wie Kamelhöcker
BWegt sie mich-
verleimt statt Unbill Billhocker
bringt in Einfachheit und Könnerschaft die Nützlichkeit in Sicht


Ins Wasser viel Einstein, jetzt kommt der Max Bill:

Das Ulmer Bauhaus - bau es aus!


Werkstatt statt Schlandwerk: Wasserschaden
Die Trockenlüfter rattern die Schläuche liegen blank


Das Wasser sehnt sich nach Feuer um den
urlaubenden Deutschen ihren Süden zu norden:
Arbeit macht frei!


Der Frey ist gegangen ist freier geworden,
die Schläuche der Matrix sind steckbar geworden,
zeit wiederzukehren um das Ich zu ermorden?

Ich seh die Munding mit den Freitagsmalern maulen,

"wie Sternenstaub auf verfaulendem Laub"


Bin dann doch geblieben, ein Gebot für die Liebenden?
Der Rasenmäher säbelt die Ohren ab,
ich gehe raus zieh die Ohropax aus,
Ich möchte frisch gemähtes Gras
vom Rasenmähermann auf meinem Grab
Ich gehe raus weil ich die Munding lieb hab


Raus und rein um einzusehn,
ins Wasser
fällt Unbill und zieht seine Kreise
wie Einstein und Max Bill

Daniel B.Z im Bildungsmoratorium 18.09.19
6:25 Uhr


"Wie Sternenstaub auf verfaulendem Laub" ist ein Zitat von dem von mir heißgeliebten "Lippenblütler" Mario Hene´aus dem Lied
"Kinder der Nacht" welches bald unter meiner
Mitwirkung in dem Tanz-Theater mit dem baumarkigen Namen "Geht nicht gibts nicht" auf geführt werden wird...und sei ein kleiner Held für das Gute in der Welt."

Infos dazu: https://www.kukuinla.de/




Alle Hände voll Zukunft

Oberbürgermeister Czisch schwört auf Ulms Bürgerschaft

22.07.2019 es ist fünf vor 10 Uhr und glutheiß. Auf dem Ulmer Weinhof versammeln sich hunderte festlich gewandete Bürger Ulms unter dem geschmückten Schwörhaus einen Steinwurf von der Ulmer Münz. Schön aufgeputzte Offiziere der Bundeswehr, Geistliche der beiden Konfessionen und jede Menge politische Würdenträger und engagierte Bürger verbinden drei Dinge:Hitze, Hüte und Verschworenheit. Einen großen Bogen über die Geschichte die solch eine illustre und doch tief ernsthafte Versammlung der Ulmer möglich gemacht hat spannt Oberbürgermeister Czisch dann schon zu Beginn. 500 Jahre gebe es dieses „Verfassungsfest“ dessen Zentrum die Schwörrede sei, nun schon. Diese längere Tradition mache erst die Bedeutung des anderen Verfassungsfestes in diesem Jahr klar, die des Deutschen Grundgesetzes, welches vor 70 Jahren in Kraft getreten sei deutlich.

Das Freiheit, Gleichheit und Mitbestimmung der Bürger, die heute stark unter Beschuss stünden, gelebt werden könnten, hänge mit einer engagierten Bürgerschaft zusammen, die auf dem festen Grund der Tradition kraftvoll und entschieden in die Zukunft gehen könne. Läuft man vom Metzgerturm, einem ehemaligen Teil der Stadtmauer des mittelalterlichen Ulm, stadteinwärts sieht man an der Südfassade des Ulmer Rathauses auf eindrucksvolle Weise den Stand der Ulmer Wirtschaftsvernetzung zur verbürgerlichten Renovierung anno 1905(siehe Bild oben) prangen. Auch heute so Czisch sei der „Ulmer Blick entschieden europäisch.“ Und nicht nur das, wie in Ulm das ehemals größte Festungswerk Europas, 2030, zur Gartenschau, durch ein grünes Band verbinden will, so wolle Ulm auch eine mitfühlende und soziale Stadt sein.

Bürgerschaft als Schatz, Ordnung als Schutz

Deshalb habe der Ulmer Gemeinderat, so Czisch, jüngst beschlossen, die deutschlandweite Solidaritätsinitiative „Seebrücken schafft sichere Häfen“ (wir berichteten….) zu unterstützen.Zu Ulm als wichtigem Nato- und Rüstungsstandort aber schweigt er. Viel mehr setzt er sich dafür ein, dass die Polizeipräsenz in Ulm verstärkt werde. In Ulm könne man sich wohlfühlen, doch Freiheit brauche Sicherheit und „Wer Leib und Leben anderer schützt, dem gebührt Lob und Anerkennung.“ Glaubwürdig, fast wie ein starker gütiger Löwe wirkt der strahlende Politiker als er sich vehement dafür einsetzt, dass „die Korridore frei äußerbarer Meinungen“ in Ulm nicht verengt werden und die Kunst frei bleibe. Mit dem 2019 sechzig gewordenen Donaubad beginnend, der hundertjährigen Künstlergilde fortfahrend und dem 30 jährigen Roxy nicht endend war die Liste der von Höchster Stelle beglückwünschten Kulturbetriebe Legion. Aus der Zukunft die Ulm laut Czisch selbst anpacken wolle, strahlt auch das Konzept Zweiländerstadt, welches zum 150 jährigen Geburtstag des bayerischen Neu-Ulm die durch die Donau geographisch getrennten Städte national und international zusammenrücken lassen soll.

Umweltschutz: Bewegung aufnehmen und um Lösungen ringen

Danach folgt ein Lob auf die Ulmer Bürgerschaft. Die zahlreichen Beteiligungsmodelle zum Beispiel in der Weststadt hätten zu einem neuen Quartiersgarten im Dichterviertel, nahe dem Böblinger Turm der alten Befestigungsanlage geführt. Hier und an so vielen Orten in Ulm zeige sich, dass „die Bürger in ihrer Lebenswelt“ die besten „Experten“ seien.Im Ziel sei Ulm mit der Jugendbewegung zur Erwirkung eines konsequenteren Klimaschutzes einig, im Weg müsse man um eigene Lösungen ringen. Bei den Klimazielen für 2050 will sich der aus Dietenheim stammende OB an die Vorgaben des Landes halten. Pionier sei Ulm allerdings nicht nur beim Thema autonomes Fahren, sondern auch mit den meisten E-Ladestadtionen pro Kopf in Baden-Württemberg. Jeder Baum sei „ein kleines Stück mehr Klimaschutz.“ Das Kredo der Einsteinstadt sei aber, dass die Herausforderung des Klimaschutzes nur technikoffen lösbar sei.

Armen und Reichen ein gemeiner Mann

Schon wenn man an die sage und schreibe 239 Brücken der Stadt Ulm denkt kommt man auf das Thema der Finanzen. Mit 103 Millionen Euro habe Ulm vergleichsweise wenig Schulden. Denen 118 Millionen Euro auf den Sparbüchern entgegenstünden so der altgediente Diplom-Verwaltungswirt. Gegen Schluss der Rede traditionell von 10 Uhr bis 11 Uhr dauernden Redesprach Czisch die „Harte Nuss“ des Wohnungsproblems in Ulm an. Die neue Notunterkunft für die steigende Zahl Wohnungsloser mit 40 Plätzen sei eine erste Maßnahme. Angesetzt werde aber im großen Stil beim Wohnungsbau, die UWS die von 2019 bis 2027 gerade mal 50 neue Wohnungen baue bezeichnete er als „Pfeiler“ in der Ulmer Wohnungsbaupolitik. Darüber hinaus werde das Baugebiet Safranberg ausgebaut und 2027 komme das Baugebiet Kohlplatte. Wiederum beherzt sein Aufruf an die Ulmer Vermieter, wieder mehr zu vermieten: „Jede einzelne Wohnung zählt!“Staatsmännisch und wertschätzend „manchen war es zuviel, manchen zu wenig“ bedankte er sich auch für die Engagierten in der FlüchtlingshilfeDie Nordfassadenfresken des festlich beflaggten Ulmer Rathauses aus dem 16. Jahrhundert zeigen Szenen aus der griechischen und römischen Mythologie, die sich mit Krieg, Schutz, und Tugenden wie Gehorsam und unverzagtem Mannesmut beschäftigen. Die Ostfassade handelt von biblischen Beispielen von Liebe, Selbsterkenntnis und Gerechtigkeit. Um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen habe Ulm jede Menge zu tun. In einer Welt wo Individualismus Leitwert sei, da könne er alleine schnell zum Egoismus werden. Für Vandalismus an Ulmer Schulen oder Müllsünder hatte er vorher betont, habe er kein Verständnis. Wer sich in einer so pluralen Stadt wie Ulm, die in Wissenschaft wie Arbeitswelt von ausländischen Kräften lebe, trotz verschiedener Weltanschauungen zu einer Ulmer Zusammengehörigkeit zusammenfinden wolle, der müsse sich mit Ulm und seinen Werten und Tugenden identifizieren. Bei den Worten des OB „…Ulmer aus dem Herzen sein“ klatscht einen Frau in wildem Enthusiasmus voraus. Mit der Schwörglocke zusammen schwört leutselige Gönnernachfolger den uralten Schwur: „Reichen und Armen ein gemeinen Mann zu sein…“Als der frischgewählte Ulmer Gemeinderat hernach vereidigt wird spürt man eine Zusammengehörigkeit: “Wir haben alle Hände voll zu tun.” Alle Hände voll Zukunft.”