Unter der Zwetschge

An jenem Tag in heller Sonn-September
blau unterm alten Zwetschgenbaum
Roch es nach Fallobst, zertreten so sämig.
Weich...
Rot ausgebreitet; orangen-rotes Fleisch

Aufblickend... sah man
die gräulich angehauchten Tropfen
Auf Augenhöhe eine braune Frucht
belegt mit weiß ob es wohl für und ist?

Wieder wandert eine Holde in den Mund
friedliche Lust und lockrer Darmesgrund!

Das Rot das hinter dem Hauch von Blau
dem Aug entgegenstand stand wie ein Wille!
Sich dem Fall und Übergang wie Starkes selbstvergessen hinzugeben

Kein Gegen mehr, Hinüberstand
Wie viele selge Münder hat
die Zwetschge schon gesehen?

Wieviele überdachte er und schirmte
sie beim Übergang?

Vielleicht spucken solch Selige
heute noch gerne über morsche Mauern
ihre kessen Kerne?

Und tagen bis in die Sterne
und fahren mit ihren zärtlichen Händen
bis in des Morgenlandes Ferne,

sie haben sich gerne.

(Daniman, 20.09 u 13.10.19)

Author: farounfirewater

Ich bin der singende tanzende Aufwind der neuen Welt

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