Zwischenzeiten

	


Das Alte vergangen
Das Neue noch nicht begonnen
bist du aus dem Tritt gekommen


Ich fahr durch den Nebel,
fühl mich eigentlich ganz frei
ohne Vergangenheit und Zukunft
und Schaumschlägerei


In der Welt bin ich krank,
Hier bin ich ohne Warum
Ein Gedanke der aufnimmt
was auf ihn zukommt lächelnd und stumm


Das Nichts-Tun ganz seltsam erlöst
von der Narkose des Alltags gelöst
Gibt dir die Blöße, als Raum
der die Fülle der Dinge umhüllt


Das Gedächtnis geht still durch die Zeiten
reuet und sühnet und sehnet
Übet sich die Welt zu lassen
Geld verdient es eh net


Aus dem Tritt gekommen
sinkst du nach unten
durch das kühle Dunkel
ganz ungebunden


Und am Grund angekommen
Lichtet sich des Lebensschiffes Anker
Es nimmt wieder Fahrt auf
das Ufer der Welt erscheint immer kranker


Der Zwischenraum war nötig
und seine Einsamkeit
Um in ihm einzusäen
das Saatbeet der Alleinsamkeit


Ewig still ruht die Vergangenheit
angenommen in großer Dankbarkeit
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen
Du bist nun der der zieht


Daniel Baz 05.12.18
(Vers 1 und 3 sind entlehnt von Vers 1 aus dem Gedicht "Sprüche des Konfuzius" von Friedrich von Schiller)
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Author: farounfirewater

Ich bin der singende tanzende Aufwind der neuen Welt

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