Herbstglocken

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Glockenäpfel läuten die Ernte ein

Erntemänner saugen die Szenen ein

 

Brombeerzeiten sind vergangen siehst

sie vertrocknet am starken Strange hangen

 

Die Wolken ziehn und dräun mit Regen

der Wind weht kräftig und verwegen

 

Der kranke Mann er soll bald gehen

sieht die Eibe kerzengerade in den Himmel stehen

 

Er durchbricht den Hag des Gartens

hin zur Straße auf der Suche nach

Früchten des Wartens

 

Er hat die Tendenz zum runtergehen

wo Wolken sich türmend über den Alpen stehen

 

Vögel fliegen, wie in Windkanälen,

Hölzer wiegen sich in Stromesschnellen

 

Weithin gelbt sich der Ahornblätter Segel,

weit hinaus schraubt der Ahornsam sich schön

 

Die Tanne strecket windgeprüft

anmutig ihre Nadeln

Ein Großraumflugzeug überfliegt,

wird sein Flug die Seele adeln?

 

Die Blätter sehnen sich mit jedem Windstoß mehr

den Ahornsamen hinterher

 

Er sieht Buchenholz hinter Hag und Verschlag

hier war einst Mautes Kläranlag

 

Die Hagebutten sind schon richtig rot

und das Buchenholz ist schwer und vergilbt im Tod

 

Du siehst die ersten Drachen steigen,

machst dir der Lenker Kraft zu eigen

 

Der bunte Drache könnt deine Begierde sein

Du gibst ihr Richtung,  doch lenkst du auch ein

 

Der Kranke leiht sich nun die Kinderaugen

und dankt dem Zeit-Raum den das Krank-Sein ihm gewährt

Das Drachensurren im Wind, wiegt das innere Kind,

der Augenblick  währt…ohne Gewähr.

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Author: farounfirewater

Ich bin der singende tanzende Aufwind der neuen Welt

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