Bürgermeisterwahlkampf Heroldstatt

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Mit den zwei Kuchen die das Haus Weber fürs Heroldstattcafe beisteuerte hat der Kandidat vermutlich Punkte in der heroldstatter Rentnerschaft gesammelt

 

Bürgermeisterkandidat Michael Weber zu Besuch beim gut besuchten Heroldstatt-Cafe

Michael Weber hatte viel Lob für die Gemeinde, die er sich als Ort für sein berufliches Lebensziel, das Bürgermeisteramt ausgesucht hat, im Gepäck. Zirka 40 Besucher des Heroldstatt-Cafe´s ließen sich das schmecken. Auch Humor lies der 41-Jährige Mann aus dem „Täle“ vermuten, beispielsweise als er meinte auf dem Sontheimer Backhaushock sei er noch incognito gewesen, in Ennabeuren sei er dann schon offiziell gewesen. Das Heroldstatt aus zwei Gemeinden besteht findet er schon wegen der doppelten Gelegenheit zum gemütlichen Hocken gut.Das Heroldstatt-Cafe fände er als Institution bemerkenswert, wie überhaupt die ganze Infrastruktur in Heroldstatt. Seinen Werdegang sagte er nochmals brav auf, doch der hochorganisierte Diplom-Verwaltungswirt der seit drei Jahren das Oberamt in der großen Kreisstadt Mössingen leitet, hat an allen wichtigen Hotspots Heroldstatts Hochglanz-Flyer mit dem selbigen abgedruckt hinterlassen.Auf die Frage was er davon halte, dass der andere Kandidat auf das Bürgermeisteramt in Heroldstatt sich noch gar nicht in der Öffentlichkeit gezeigt habe meinte er „Um den anderen kümmere ich mich nicht, ich mache mein eigenes Ding. 15 Jahre leitende Tätigkeiten in der Verwaltung, 16 Jahre verheiratet, zwei Kinder, das weckte in vielen der Senioren erstes Vertrauen in die Tauglichkeit des Anwärters. Auch die Aussage ihm sei die Arbeit im Oberamt in Mössingen zu wenig bürgernah, er sehne sich nach mehr Begegnung und gemeinsamer Politikumsetzung mit den Bürgern, dürfte so manche Wählerherzen höher schlagen haben lassen. Auch seine Ausführungen über sein Hauptamt in Trochtelfingen, dass ähnlich wie Heroldstatt viel Industrie gehabt habe, machten die Wähler hellhörig. Geschickt erklärte er das er in der KFZ-Zulassungsstelle im Landratsamt in Göppingen für Verantwortung für viele Menschen habe übernehmen müssen. In Bezug auf die heute besuchte Zielgruppe der Senioren habe er in Mössingen schon einen Kreisseniorenplan entwickelt. Selbstbewusst nannte er auch eine andere Intention seiner Bewerbung: „Ich will gerne mehr Entscheidungen treffen und mehr Verantwortung übernehmen.“

Routinierter Verwaltungsbeamter ohne politische Vision?

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Im gleichen Atemzug sagte er er sei parteilos und halte auch nichts von Politik in einer so kleinen Gemeinde.Auch diese aus politikwissenschaftlicher Sicht bemerkenswerte Aussage schien im Rund keine Bedenken auszulösen. „Auch finanziell lädHeroldstatt zum Gestalten ein, sagte er offen.” Sein einziges Wahlversprechen sei also dieses: „Ich werde die Finanzen so solide weiterführen, wie sie jetzt sind.“ Dann begann er wieder vom Ennabeurer Hock zu schwärmen.Seine ganze Familie fühle sich hier wohl.Dann fragte er die Rentner ob sie sich ein Bürgermobil wie in anderen Kommunen wünschten. Als aus der Runde nichts kam, erwähnte er, wiederum sehr vertrauenserweckend, seine 88-Jährige Oma, die gerne auf den Friedhof ginge um sich mit anderen auszutauschen.Daraufhin äußerte eine Frau, das es zwischen den Beeten oft dreckig sei und die Gemeindearbeiter nichts machten.Erst auf eine Nachfrage der Presse nahm Weber Stellung zu der seine Kandidatur ermöglichenden Regierungskrise auf dem von ihm begehrten Stuhl im Rathaus zu Heroldstatt. Er und seine Frau hätten die Sache natürlich in der Presse verfolgt und fragten sich dann schon ob sie sich das antun wollten. Dann sahen sie bei ihren Besuchen aber die tolle Infrastruktur und er dachte: “Hier ist doch alles da, da will ich mich nicht in die Vergangenheit vertiefen sondern in die Zukunft schauen.” Wieder bejahende Gesten der Zuhörerschaft. Als es auf die Verwerfungen zwischen den Teilorten Sontheim und Ennabeuren kam, meinte er man müsse die Traditionen und Gepflogenheiten respektieren. Auf die Frage ob es für ein Amt mit Richtlinienkompetenz nicht doch eine Vision für die zu regierende Gemeinde brauche meinte er die Demokratie im Lokalen funktioniere gut und man müsse untereinander miteinander reden.

 

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Author: farounfirewater

Ich bin der singende tanzende Aufwind der neuen Welt

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