Koranlestetagebuch im Ramadan Tag 22

                           Allah als einzige Zuflucht

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  Die Sure 6 Al Tauba, Die Reue Theokratie, Bürokratie und Krieg

Heute ist der 24. Tag des Ramadans und der 22. Tag meines Fastens. Gestern und heute hat mein Wecker um 4.05 Uhr geklingelt, nachdem ich aufgestanden bin habe ich jeweils bis etwas 6.00 im Koran gelesen, wonach ich eine Stunde geschlafen habe. Da es meine Gewohnheit ist vor dem Frühstück zu lesen, habe ich es bisher noch nie vor Sonnenaufgang geschafft das Iftar, also das Ramadanfrühstück zu mir zu nehmen. Gestern abend ist mir die Zahlensymbolik im Koran untergekommen. 19 sei die grundlegende Zahl des Koran. Sie ist eine Primzahl, also nur durch sich selbst und eins teilbar. Damit stehe sie für die grundlegende Aussage des Koran, mit der Zahl eins, zu Arabisch Wachid, bezeichnet, das es nur einen Gott gebe. Was ich von dem vielen Zahlenbeziehungen, anhand meiner bisherigen Koranlektüre, nachvollziehen kann ist, dass die Sure 19. Maryam(Maria) wohl die meisten Aussagen über die Einheit Gottes im Koran beherbergt. Das Bismilah= Im Namen Gottes, kommt zwar 114 mal, also so viel, wie es Suren im Koran gibt, vor. In der Sure Nummer 9 jedoch, findet es sich gar nicht nicht.Deshalb lese ich heute die Sure 9, Al-Tauba, Die Reue. Sie beginnt sehr juristisch, dies sei eine „Lossprechung“ von allen Verpflichtungen Allahs und seines Gesandten gegenüber „Götzendienern“ mit denen von (den Dienern Allahs) ein Bündnis geschlossen wurde. Kein Götzendiener, ausgenommen derer, die einen Vertrag mit den Dienern Allahs eingegangen sind, und niemand anderen gegen sie unterstützt haben, wird von Allah verschont(Vers 3). Hier zeigt sich auch das Arabien die Wiege der Bürokratie ist.Nach den heiligen Monaten: Ragab, Du l-Quida, Du l-Higga und al Muharram sollen die Götzendiener getötet werden. Wenn sie allerdings bereuen, das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, sollen sie freies Geleit bekommen. Die Ungläubigen,die ihre Eide brechen, sollen bekämpft werden um den „Herzen eines gläubigen Volkes Heilung zu bringen.Wieder wird an dieser Stelle betont, dass jene welche auswandern und mit ihrem Hab und Gut für Allahs Sache kämpften bei ihm im höchsten Range stehen(Vers 20). Ihnen wird das Paradies versprochen, weiterhin soll sich niemand gläubiges von seinem Vater und seinem Bruder schützen lassen, sofern diese nicht gläubig sind. Diese Priorität des Bundes Allahs vor den Banden des Blutes und des Besitzes wird nun noch einmal verdeutlicht.

„Wenn eure Väter und eure Söhne und eure Brüder und eure Frauen und eure Verwandten und das Vermögen, das ihr euch erworben habt, und der Handel, dessen Niedergang ihr fürchtet, und die Wohnstätten die ihr liebt, euch lieber sind als Allah und sein Gesandter und das Kämpfen für seine Sache, dann wartet bis Allah mit seiner Entscheidung kommt; und Allah weist den Ungehorsamen nicht den Weg.“(Vers 24).

Kämpfen für die Sache Allahs

Viele Muslime sind empört darüber das Kämpfer des Islamischen Staates sich bei militärischen Erfolgen gerne mit dem nach oben ausgestreckten Zeigefingerfinger, dem Zeichen für die Einheit Allahs ablichten lassen. Ihr Kampf sei nämlich nicht vom Koran gerechtfertigt. Es stellt sich hier die Frage warum eigentlich? Da sie ja im syrischen Falle gegen einen alewitischen, also von den meisten Sunniten nicht als Muslim akzeptierten Herrscher kämpfen, um dem Willen Allahs unter dem Dach ihres angestrebten religiösen Staates ein zu Hause zu geben. Dann bleibt es mit der Erwähnung des Sieges Mohammeds in der Schlacht von Hunain realhistorisch. Hier habe Allah seinen Segen und seinen Frieden auf die Muslime herabgesandt und zudem Heerscharen, wahrscheinlich sind Engel gemeint(Vers 26).In Abgrenzung zu den Juden, die sagten Esra, sei Allahs Sohn, und den Christen, die „sich ihre Schriftgelehrten und Mönche zu Herren genommen außer Allah, und den Messias, den Sohn der Maria“(Vers 31), gebe es nur den einzigen Gott. Viele Mönche und Schriftgelehrte hätten sich vom Weg Allahs abgewendet und das Gut der Menschen zu unrecht verzehrt, auch diejenigen welche Schätze horteten und sie nicht auf dem Weg Allahs verwendeten ereile eine harte Strafe(Vers 34).
Wieder wird das Kriterium für den Gläubigen mit der schweren Reise im Kampfe auf dem Wege Allahs ausgewiesen(Vers 41).

Ihr gegenüber stünden diejenigen, die um Erlaubnis bitten dem Kampf fern zu bleiben, „die nicht an Allah und den Jüngsten Tag glauben und deren Herzen voller Zweifel sind; und in ihrem Zweifel schwanken sie“(Vers 45)
Diese Kriegsdienstverweigerer werden, als die daheim Sitzenden bezeichnet. An Ihnen wird an dieser Stelle als „Wehrkraftzersetzer“ kein gutes Haar gelassen.
„Wären sie mit euch ausgezogen, hätten sie nur eure Sorgen vermehrt und wären in eurer Mitte hin- und hergelaufen und hätten Zwietracht unter euch erregt“(Vers 46).
„Schon vorher trachteten sie nach Verwirrung und schmiedeten Pläne gegen dich, bis die Wahrheit kam und Allahs Wille durchgesetzt wurde, obgleich es ihnen zuwider war.“(Vers 48)
Die Menschen würden entweder durch ihre eigenen Hand, oder durch die Allahs bestraft, das sei das unentrinnbare Gesetz. Wer ein Frevler sei und nur träge zum Gebet gehe, dessen Spenden würden von Allah auch nicht angenommen. Nun werden Heuchler und Gläubige anschaulich unterschieden

„Die Heuchler und Heuchlerinnen gehören zueinander.Sie gebieten das Böse und verbieten das Gute; und ihre Hände bleiben geschlossen. Sie haben Allah vergessen, und so hat Er sie vergessen…“(Vers 67).

„Und die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind sind einer des anderen Beschützer: Sie gebieten das Gute und verbieten das Böse und verrichten das Gebet und entrichten die Zakah und gehorchen Allah und seinen Gesandten…“(Vers71).

Bei der Armensteuer werde Allah diejenigen richten, welche versprochen hatten wenn Allah sie aus der Fülle schöpfen lässt seien sie freigiebig gegenüber den Armen und sind es nicht(Vers 76)

Auch die Reichen, die sich vom Militärdienst freikaufen wollen, haben verstockte Herzen.

Jedoch der Gesandte und die Gläubigen mit ihm, die mit ihrem Gut und mit ihrem Blut kämpfen, sind es denen Gutes zuteil werden soll; und sie sind es, die Erfolg haben werden“(Vers 88).

Dann spricht die Sure von einer Moschee die nur dazu diene die Gläubigen zu spalten, hier fühlt man sich wieder an den IS oder ISIS erinnert.

„Und(es gibt) jene, die eine Moschee erbaut haben, um Unheil, Unglauben und Spaltung unter den Gläubigen zu stiften, und um einen Hinterhalt für den (zu schaffen), der zuvor gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führte“(Vers 107).

Daraufhin werden nun auch Juden und Christen in den Kampfesbund für ein von Allah verheißenes Paradies durch den letzten Gesandten Gottes eingebunden:

„Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung – bindend für Ihn- in der Thora und im Evangelium und im Qu´ran. Und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die große Glückseligkeit“(Vers 111).

Die Herausgelöstheit der Gläubigen müsse sich gerade in Beziehung zu ihren allernächsten zeigen, gegen die die Gläubigen hart sein müssten, denn es gebe keine Zuflucht außer zu Allah.

Obwohl der Allerbarmer zu Beginn der Sure nicht angerufen wurde, zeigt sich jetzt nach der Abgrenzung von den Frevlern, der Tauhid, die Bekenntnis zum einen Gott, in seiner vollen Pracht.

„Doch wenn sie sich abwenden, so sprich: „ Allah allein soll mir genügen. Es ist kein Gott außer ihm. Auf ihn vertraue ich, und er ist der Herr des gewaltigen Throns“(Vers 129)

 

Sure 9: At-Tauba (Die Reue)
1
Eine Lossagung von Seiten Allahs und Seines Gesandten an diejenigen unter den Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag abgeschlossen habt.
2
Nun zieht im Land vier Monate umher und wißt, daß ihr euch Allah nicht entziehen könnt, und daß Allah die Ungläubigen in Schande stürzt!
3
Und eine Bekanntmachung von Seiten Allahs und Seines Gesandten an die Menschen am Tag der großen Pilgerfahrt, daß Allah der (Verpflichtung gegenüber den) Götzendiener(n) ledig ist, und auch Sein Gesandter. Wenn ihr nun bereut, so ist es besser für euch. Wenn ihr euch jedoch abkehrt, so wißt, daß ihr euch Allah nicht entziehen könnt! Und verkünde denen, die ungläubig sind, schmerzhafte Strafe!
4
Mit Ausnahme derer von den Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag abgeschlossen habt und die (es) euch (in) nichts haben fehlen lassen und niemandem gegen euch beigestanden haben. So erfüllt ihnen gegenüber ihren Vertrag bis zu der ihnen eingeräumten Frist! Gewiß, Allah liebt die Gottesfürchtigen.
5
Wenn nun die Schutzmonate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf! Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann laßt sie ihres Weges ziehen! Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
6
Und wenn jemand von den Götzendienern dich um Schutz bittet, dann gewähre ihm Schutz, bis er das Wort Allahs hört. Hierauf lasse ihn den Ort erreichen, wo er in Sicherheit ist. Dies, weil sie Leute sind, die nicht Bescheid wissen.
7
Wie sollte es denn für die Götzendiener bei Allah und bei Seinem Gesandten einen Vertrag geben, außer (für) diejenigen, mit denen ihr bei der geschützten Gebetsstätte einen Vertrag abgeschlossen habt? Solange sie sich euch gegenüber recht verhalten, verhaltet (auch) ihr euch ihnen gegenüber recht. Gewiß, Allah liebt die Gottesfürchtigen.
8
Wie (sollte es einen Vertrag geben), wo sie doch, wenn sie die Oberhand über euch bekommen, euch gegenüber weder Verwandtschaftsbande noch (Schutz)vertrag beachten? Sie stellen euch mit ihren Mündern zufrieden, aber ihre Herzen weigern sich. Und die meisten von ihnen sind Frevler.
9
Sie haben die Zeichen Allahs für einen geringen Preis verkauft und damit von Seinem Weg abgehalten. Gewiß, wie böse ist, was sie zu tun pflegten.
10
Sie beachten gegenüber einem Gläubigen weder Verwandtschaftsbande noch (Schutz)vertrag. Das sind die Übertreter.
11
Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann sind sie eure Brüder in der Religion. Wir legen die Zeichen ausführlich dar für Leute, die Bescheid wissen.
12
Wenn sie ihre Eide aber nach Vertragsabschluß brechen und eure Religion schmähen, dann kämpft gegen die Anführer des Unglaubens – für sie gibt es ja keine Eide –, auf daß sie aufhören mögen.
13
Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen haben und vorhatten, den Gesandten zu vertreiben, wobei sie zuerst gegen euch (mit Feindseligkeiten) anfingen? Fürchtet ihr sie? Aber Allah hat ein größeres Anrecht darauf, daß ihr Ihn fürchtet, wenn ihr gläubig seid.
14
Kämpft gegen sie! Allah wird sie durch eure Hände strafen, sie in Schande stürzen, euch zum Sieg über sie verhelfen und die Brüste von gläubigen Leuten heilen
15
und den Grimm in ihren Herzen vergehen lassen. Allah nimmt die Reue an, von wem Er will. Allah ist Allwissend und Allweise.
16
Oder meint ihr etwa, daß ihr (in Ruhe) gelassen werdet, ohne daß Allah zuvor diejenigen kenne, die von euch sich abgemüht und außer Allah, Seinem Gesandten und den Gläubigen keinen Vertrauten genommen haben? Und Allah ist Kundig dessen, was ihr tut.
17
Es steht den Götzendienern nicht zu, Allahs Gebetsstätten zu bevölkern, wo sie gegen sich selbst Zeugnis ablegen durch den Unglauben. Deren Werke werden hinfällig, und im (Höllen)feuer werden sie ewig bleiben.
18
Gewiß, Allahs Gebetsstätten bevölkert nur, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, das Gebet verrichtet, die Abgabe entrichtet und niemanden außer Allah fürchtet. Diese aber werden vielleicht zu den Rechtgeleiteten gehören.
19
Stellt ihr etwa die Tränkung der Pilger und das Bevölkern der geschützten Gebetsstätte (den Werken) dessen gleich, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und sich auf Allahs Weg abmüht? Sie sind nicht gleich bei Allah. Und Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.
20
Diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich auf Allahs Weg mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person abgemüht haben, haben einen größeren Vorzug bei Allah. Das sind die Erfolgreichen.
21
Ihr Herr verkündet ihnen Barmherzigkeit von sich und Wohlgefallen und Gärten, in denen sie beständige Wonne haben,
22
ewig und auf immer darin zu bleiben. Gewiß, bei Allah gibt es großartigen Lohn.
23
O die ihr glaubt, nehmt nicht eure Väter und eure Brüder zu Schutzherren, wenn sie den Unglauben mehr lieben als den Glauben! Wer von euch sie zu Vertrauten nimmt, das sind die Ungerechten.
24
Sag: Wenn eure Väter, eure Söhne, eure Brüder, eure Gattinnen und eure Sippemitglieder, Besitz, den ihr erworben habt, Handel, dessen Niedergang ihr fürchtet, und Wohnungen, an denen ihr Gefallen findet, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Abmühen auf Seinem Weg, dann wartet ab, bis Allah mit Seiner Anordnung kommt! Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.
25
Allah hat euch doch an vielen Orten zum Sieg verholfen, und auch am Tag von Ḥunain, als eure große Zahl euch gefiel, euch aber nichts nutzte. Die Erde wurde euch eng bei all ihrer Weite. Hierauf kehrtet ihr den Rücken (zur Flucht).
26
Daraufhin sandte Allah Seine innere Ruhe auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab, und Er sandte Heerscharen, die ihr nicht saht, herab und strafte diejenigen, die ungläubig waren. Das war der Lohn der Ungläubigen.
27
Hierauf nimmt Allah nach alledem die Reue an, von wem Er will. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
28
O die ihr glaubt, die Götzendiener sind fürwahr unrein, so sollen sie sich der geschützten Gebetsstätte nach diesem, ihrem Jahr nicht mehr nähern! Und wenn ihr (deshalb) Armut befürchtet, so wird Allah euch durch Seine Huld reich machen, wenn Er will. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allweise.
29
Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen – von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde –, bis sie den Tribut aus der Hand entrichten und gefügig sind!
30
Die Juden sagen: „ʿUzair ist Allahs Sohn“, und die Christen sagen: „Al-Masīḥ ist Allahs Sohn.“ Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allah bekämpfe sie! Wie sie sich (doch) abwendig machen lassen!
31
Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah, sowie al-Masīḥ ibna Maryam, wo ihnen doch nur befohlen worden ist, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen.
32
Sie wollen Allahs Licht mit ihren Mündern auslöschen. Aber Allah besteht darauf, Sein Licht doch zu vollenden, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.
33
Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand über alle Religion zu geben, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist.
34
O die ihr glaubt, viele von den Gelehrten und den Mönchen verschlingen fürwahr den Besitz der Menschen auf nichtige Weise und halten von Allahs Weg ab. Diejenigen, die Gold und Silber horten und es nicht auf Allahs Weg ausgeben, denen verkünde schmerzhafte Strafe,
35
am Tag, da im Feuer der Hölle darüber heiß gemacht wird und damit ihre Stirnen, ihre Seiten und ihre Rücken gebrandmarkt werden: Dies ist, was ihr für euch selbst gehortet habt. Nun kostet, was ihr zu horten pflegtet!
36
Gewiß, die Anzahl der Monate bei Allah ist zwölf Monate, im Buch Allahs (festgelegt) am Tag, da Er die Himmel und die Erde schuf. Davon sind vier geschützt. Das ist die richtige Religion. So fügt euch selbst in ihnen kein Unrecht zu. Und kämpft gegen die Götzendiener allesamt wie sie gegen euch allesamt kämpfen! Und wißt, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist!
37
Das Verschieben eines Monats ist nur eine Mehrung des Unglaubens. Damit werden diejenigen, die ungläubig sind, in die Irre geführt; sie erklären ihn in einem Jahr für ungeschützt und in einem (anderen) Jahr für geschützt, um der Anzahl dessen gleichzukommen, was Allah für geschützt erklärt hat; so erklären sie für ungeschützt, was Allah für geschützt erklärt hat. Ihre bösen Taten sind ihnen ausgeschmückt worden. Allah leitet das ungläubige Volk nicht recht.
38
O die ihr glaubt, was ist mit euch, daß, wenn zu euch gesagt wird: „Rückt aus auf Allahs Weg!“, ihr euch schwer zur Erde sinken laßt? Seid ihr mit dem diesseitigen Leben mehr zufrieden als mit dem Jenseits? Aber der Genuß des diesseitigen Lebens wird im Jenseits nur gering (erscheinen).
39
Wenn ihr nicht ausrückt, wird Er euch mit schmerzhafter Strafe strafen und euch durch ein anderes Volk ersetzen, und ihr (könnt) Ihm keinerlei Schaden zufügen. Allah hat zu allem die Macht.
40
Wenn ihr ihm nicht helft, so hat Allah ihm (schon damals) geholfen, als diejenigen, die ungläubig waren, ihn als einen von Zweien vertrieben; als sie beide in der Höhle waren und als er zu seinem Gefährten sagte: „Sei nicht traurig! Gewiß, Allah ist mit uns!“ Da sandte Allah Seine innere Ruhe auf ihn herab und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht, und erniedrigte das Wort derjenigen, die ungläubig waren, während Allahs Wort (doch) das hohe ist. Allah ist Allmächtig und Allweise.
41
Rückt aus, leicht oder schwer, und müht euch mit eurem Besitz und eurer eigenen Person auf Allahs Weg ab. Das ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wißt.
42
Wenn es um nahe Glücksgüter und eine mäßige Reise ginge, würden sie dir wahrlich folgen. Aber die Entfernung ist ihnen zu weit. Und dennoch werden sie bei Allah schwören: „Wenn wir (es) könnten, würden wir fürwahr mit euch hinausziehen.“ Dabei vernichteten sie sich selbst. Doch Allah weiß, daß sie wahrlich lügen.
43
Allah verzeihe dir! Warum hast du ihnen erlaubt (, zurückzubleiben), bevor sich dir diejenigen klar gezeigt haben, die wahrhaftig sind, und du die Lügner kennst?
44
Diejenigen, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben, bitten dich nicht um Erlaubnis, sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person nicht abzumühen. Und Allah weiß über die Gottesfürchtigen Bescheid.
45
Um Erlaubnis bitten dich nur diejenigen, die an Allah und den Jüngsten Tag nicht glauben und deren Herzen zweifeln; so zaudern sie in ihrem Zweifel.
46
Wenn sie (wirklich) hätten hinausziehen wollen, hätten sie fürwahr Vorbereitungen dazu getroffen. Aber Allah war ihr Ausziehen zuwider, und so hielt Er sie zurück. Und es wurde gesagt: „So bleibt (daheim) mit denjenigen, die (daheim) sitzen bleiben!“
47
Wenn sie mit euch hinausgezogen wären, hätten sie euch nur Verwirrung gebracht und wären unter euch fürwahr umhergelaufen im Trachten danach, euch der Versuchung auszusetzen. Und unter euch gibt es manche, die immer (wieder) auf sie horchen. Und Allah weiß über die Ungerechten Bescheid.
48
Sie haben bereits zuvor danach getrachtet, euch der Versuchung auszusetzen, und haben dir die Angelegenheiten umgekehrt, bis die Wahrheit kam und die Anordnung Allahs erschien, obwohl es ihnen zuwider war.
49
Unter ihnen gibt es manche, die sagen: „Erlaube mir (, zurückzubleiben) und setze mich nicht der Versuchung aus!“ Dabei sind sie doch in Versuchung gefallen. Und wahrlich, die Hölle umfaßt die Ungläubigen.
50
Wenn dich etwas Gutes trifft, tut es ihnen leid. Wenn dich jedoch ein Unglück trifft, sagen sie: „Wir haben unsere Angelegenheit schon zuvor selbst übernommen“ und kehren sich froh ab.
51
Sag: Uns wird nur das treffen, was Allah für uns bestimmt hat. Er ist unser Schutzherr. Auf Allah sollen sich die Gläubigen verlassen.
52
Sag: Erwartet ihr für uns etwas (anderes) als eines der beiden schönsten Dinge? Wir erwarten für euch, daß Allah euch mit einer Strafe von Ihm oder durch unsere Hände trifft. So wartet nur ab! Gewiß, Wir warten mit euch ab.
53
Sag: Gebt freiwillig oder widerwillig aus, es wird von euch (doch) nicht angenommen werden! Ihr seid ja frevlerische Leute.
54
Und nichts (anderes) verhindert, daß ihre Ausgaben von ihnen angenommen werden, als daß sie Allah und Seinen Gesandten verleugnen, sich nur schwerfällig zum Gebet begeben und nur widerwillig ausgeben.
55
So sollen dir weder ihr Besitz noch ihre Kinder gefallen. Allah will sie damit ja nur im diesseitigen Leben strafen, und (daß) ihre Seelen (im Tod) dahingehen, während sie ungläubig sind.
56
Und sie schwören bei Allah, daß sie fürwahr zu euch gehören, während sie nicht zu euch gehören, sondern sie sind Leute, die ängstlich sind.
57
Wenn sie einen Zufluchtsort oder Höhlen oder (sonst) ein Schlupfloch fänden, würden sie sich wahrlich dorthin wenden, und zwar fluchtartig.
58
Und unter ihnen gibt es manche, die gegen dich wegen der Almosen nörgeln. Wenn ihnen davon gegeben wird, zeigen sie Wohlgefallen. Wenn ihnen davon aber nichts gegeben wird, zeigen sie sogleich Mißfallen.
59
Wenn sie doch mit dem zufrieden wären, was Allah und Sein Gesandter ihnen gewährten, und sagten: „Unsere Genüge ist Allah. Allah wird uns (etwas) von Seiner Huld gewähren und auch Sein Gesandter. Gewiß, nach Allah steht unser Begehren“.
60
Die Almosen sind nur für die Armen, die Bedürftigen, diejenigen, die damit beschäftigt sind, diejenigen, deren Herzen vertraut gemacht werden sollen, (den Loskauf von) Sklaven, die Verschuldeten, auf Allahs Weg und (für) den Sohn des Weges, als Verpflichtung von Allah. Allah ist Allwissend und Allweise.
61
Unter ihnen gibt es diejenigen, die dem Propheten Leid zufügen und sagen: „Er ist ein Ohr.“ Sag: (Er ist) ein Ohr des Guten für euch. Er glaubt an Allah und glaubt den Gläubigen, und (er ist) eine Barmherzigkeit für diejenigen von euch, die glauben. Für diejenigen aber, die Allahs Gesandtem Leid zufügen, wird es schmerzhafte Strafe geben.
62
Sie schwören euch bei Allah, um euch zufriedenzustellen. Aber Allah – und (auch) Sein Gesandter – hat ein größeres Anrecht darauf, daß sie Ihn zufriedenstellen, wenn sie gläubig sind.
63
Wissen sie denn nicht, daß es für denjenigen, der Allah und Seinem Gesandten zuwiderhandelt –, daß es für ihn das Feuer der Hölle gibt, ewig darin zu bleiben? Das ist die gewaltige Schande.
64
Die Heuchler fürchten, daß eine Sūra über sie offenbart werden könnte, die ihnen kundtut, was in ihren Herzen ist. Sag: Macht euch (nur) lustig! Allah wird herausbringen, was ihr fürchtet.
65
Und wenn du sie fragst, werden sie ganz gewiß sagen: „Wir haben nur (schweifende) Gespräche geführt und gescherzt.“ Sag: Habt ihr euch denn über Allah und Seine Zeichen und Seinen Gesandten lustig gemacht?
66
Entschuldigt euch nicht! Ihr seid ja ungläubig geworden, nachdem ihr den Glauben (angenommen) hattet. Wenn Wir (auch) einem Teil von euch verzeihen, so strafen Wir einen (anderen) Teil (dafür), daß sie Übeltäter waren.
67
Die Heuchler und die Heuchlerinnen stammen voneinander. Sie gebieten das Verwerfliche und verbieten das Rechte und halten ihre Hände geschlossen. Sie haben Allah vergessen, und so hat Er sie vergessen. Gewiß, die Heuchler sind die (wahren) Frevler.
68
Allah hat den Heuchlern und den Heuchlerinnen und den Ungläubigen das Feuer der Hölle versprochen, ewig darin zu bleiben. Es ist ihre Genüge. Und Allah hat sie verflucht, und für sie gibt es beständige Strafe.
69
(Es ist) wie mit denen, die vor euch waren. Sie hatten stärkere Kraft als ihr und mehr Besitz und Kinder. Sie genossen ihren Anteil, und dann habt ihr euren Anteil genossen, wie diejenigen, die vor euch waren, ihren Anteil genossen haben. Und ihr habt (schweifende) Gespräche geführt wie die Gespräche, die sie führten. Deren Werke werden im Diesseits und im Jenseits hinfällig. Das sind die Verlierer.
70
Ist ihnen nicht die Kunde von denjenigen zugekommen, die vor ihnen waren, des Volkes Nūḥs, der ʿĀd und der Ṯamūd, des Volkes Ibrāhīms, der Bewohner von Madyan und der umgestürzten Städte? Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den klaren Beweisen. Nimmer ist es Allah, der ihnen Unrecht getan hat, sondern sie selbst haben sich Unrecht zugefügt.
71
Die gläubigen Männer und Frauen sind einer des anderen Beschützer. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche, verrichten das Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Gewiß, Allah ist Allmächtig und Allweise.
72
Allah hat den gläubigen Männern und Frauen Gärten versprochen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben, und gute Wohnungen in den Gärten Edens. Wohlgefallen von Allah ist aber (noch) größer. Das ist der großartige Erfolg.
73
O Prophet, mühe dich gegen die Ungläubigen und Heuchler ab und sei hart gegen sie! Ihr Zufluchtsort wird die Hölle sein – ein schlimmer Ausgang!
74
Sie schwören bei Allah, sie hätten (es) nicht gesagt. Aber sie haben ja das Wort des Unglaubens gesagt und sind, nachdem sie den Islām (angenommen) hatten, ungläubig geworden. Sie hatten vor (, das auszuführen), was sie (doch) nicht erreicht haben. Und sie grollten darüber nur, daß Allah – und (auch) Sein Gesandter – sie von Seiner Huld reich gemacht hat. Wenn sie nun bereuen, ist es besser für sie. Wenn sie sich aber abkehren, wird Allah sie mit einer schmerzhaften Strafe im Diesseits und Jenseits strafen, und sie werden auf der Erde weder Schutzherrn noch Helfer haben.
75
Unter ihnen gibt es manche, die gegenüber Allah eine Verpflichtung eingegangen sind: Wenn Er uns etwas von Seiner Huld gewährt, werden wir ganz gewiß Almosen geben und ganz gewiß zu den Rechtschaffenen gehören.
76
Als Er ihnen aber von Seiner Huld gewährt hatte, geizten sie damit, und sie kehrten sich widerstrebend ab.
77
So setzte Er als Folge davon in ihre Herzen Heuchelei bis zum Tag, an dem sie Ihm begegnen werden, dafür, daß sie gegenüber Allah brachen, was sie Ihm versprochen hatten, und daß sie zu lügen pflegten.
78
Wissen sie denn nicht, daß Allah ihr Geheimes und ihre vertraulichen Gespräche kennt und daß Allah der Allwisser der verborgenen Dinge ist?
79
Diejenigen, die gegen die Freiwilligen unter den Gläubigen wegen der Almosen verhöhnen und (auch) gegen diejenigen, die nichts als ihre Mühe (als Leistung zu erbringen) finden, und dann über sie spotten – Allah spottet über sie, und für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
80
Bitte um Vergebung für sie, oder bitte nicht um Vergebung für sie; wenn du (auch) siebzigmal um Vergebung für sie bittest, so wird Allah ihnen doch nicht vergeben. Dies (geschieht deshalb), weil sie Allah und Seinen Gesandten verleugnet haben. Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.
81
Die Zurückgelassenen waren froh darüber, daß sie hinter Allahs Gesandtem (daheim) sitzen geblieben sind, und es war ihnen zuwider, sich mit ihrem Besitz und mit ihrer eigenen Person auf Allahs Weg abzumühen. Und sie sagten: „Rückt nicht in der Hitze aus!“ Sag: Das Feuer der Hölle ist noch heißer; wenn sie (es doch) verstehen würden!
82
So sollen sie ein wenig lachen und sollen häufig weinen als Lohn für das, was sie erworben haben.
83
Wenn Allah dich zu einem Teil von ihnen zurückkehren läßt und sie dich um Erlaubnis bitten, hinauszuziehen, dann sag: Ihr werdet niemals mit mir hinausziehen, und ihr werdet mit mir gegen keinen Feind kämpfen. Ihr seid (ja) das erste Mal damit zufrieden gewesen, (daheim) sitzen zu bleiben. Bleibt nun (daheim) sitzen mit denen, die zurückbleiben!
84
Und bete niemals über jemandem von ihnen, der gestorben ist, und stehe nicht an seinem Grab! Sie verleugneten ja Allah und Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler.
85
Ihr Besitz und ihre Kinder sollen dir nicht gefallen. Allah will sie ja nur im Diesseits damit strafen, und (daß) ihre Seelen (im Tod) dahingehen, während sie ungläubig sind.
86
Und wenn eine Sūra (als Offenbarung) hinabgesandt wird: „Glaubt an Allah und müht euch (zusammen) mit Seinem Gesandten ab“, (dann) bitten dich die Bemittelten unter ihnen um Erlaubnis und sagen: „Lasse uns mit denen (zusammen) sein, die (daheim) sitzen bleiben!“
87
Sie waren damit zufrieden, (zusammen) mit den zurückbleibenden Frauen zu sein, und ihre Herzen wurden versiegelt; so verstehen sie nicht.
88
Aber der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glaubten, mühten sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person ab. Das sind die, für die es die guten Dinge geben wird, und das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.
89
Allah hat für sie Gärten bereitet, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben; das ist der großartige Erfolg.
90
Und diejenigen von den Wüstenarabern, die sich entschuldigen wollten, kamen (her), um Erlaubnis zu erhalten. Und (daheim) blieben diejenigen sitzen, die Allah und Seinen Gesandten belogen. Treffen wird diejenigen von ihnen, die ungläubig sind, schmerzhafte Strafe.
91
Kein Grund zur Bedrängnis (wegen des Daheimbleibens) ist es für die Schwachen, für die Kranken und für diejenigen, die nichts finden, was sie ausgeben (können), wenn sie sich gegenüber Allah und Seinem Gesandten aufrichtig verhalten. Gegen die Gutes Tuenden gibt es keine Möglichkeit (, sie zu belangen) – Allah ist Allvergebend und Barmherzig –,
92
und (auch) nicht gegen diejenigen, die, als sie zu dir kamen, damit du ihnen gäbest, (worauf) sie mitreiten (könnten), und du sagtest: „Ich finde nichts, worauf ich euch mitreiten lassen kann“, sich abkehrten, während ihre Augen von Tränen überflossen aus Traurigkeit darüber, daß sie nichts fanden, was sie ausgeben (konnten).
93
Eine Möglichkeit (zu belangen) gibt es nur gegen diejenigen, die dich um Erlaubnis bitten, obwohl sie reich sind. Sie waren damit zufrieden, (zusammen) mit den zurückbleibenden Frauen zu sein. Allah hat ihre Herzen versiegelt, so daß sie nicht Bescheid wissen.
94
Sie werden sich bei euch entschuldigen, wenn ihr zu ihnen zurückkehrt. Sag: Entschuldigt euch nicht! Wir werden euch (doch) nicht glauben. Allah hat uns ja von den Nachrichten über euch kundgetan. Allah wird euer Tun sehen und (auch) Sein Gesandter. Hierauf werdet ihr zum Kenner des Verborgenen und des Offenbaren zurückgebracht werden, und dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
95
Sie werden euch bei Allah schwören, wenn ihr zu ihnen zurückgekehrt seid, damit ihr von ihnen ablaßt. So laßt von ihnen ab, denn sie sind ein Greuel! Ihr Zufluchtsort ist die Hölle als Lohn für das, was sie erworben haben.
96
Sie schwören euch, damit ihr mit ihnen zufrieden seid. Und wenn ihr auch mit ihnen zufrieden seid, so ist Allah doch nicht zufrieden mit dem Volk der Frevler.
97
Die Wüstenaraber sind mehr ungläubig und heuchlerischer, und es paßt eher zu ihnen, daß sie die Grenzen dessen, was Allah auf Seinen Gesandten (als Offenbarung) herabgesandt hat, nicht kennen. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
98
Unter den Wüstenarabern gibt es (auch) manche, die das, was sie (als Spende) ausgeben, als erzwungene Zahlung ansehen und für euch die Schicksalswendungen abwarten. Gegen sie wird die böse Schicksalswendung sein. Allah ist Allhörend und Allwissend.
99
Und unter den Wüstenarabern gibt es (aber auch) manche, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben und das, was sie (als Spende) ausgeben, als Mittel der Annäherung zu Allah ansehen, und (auch) die Gebete des Gesandten. Es ist sicherlich für sie ein Mittel der Annäherung (zu Allah). Allah wird sie in Seine Barmherzigkeit eingehen lassen. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
100
Die vorausgeeilten Ersten von den Auswanderern und den Helfern und diejenigen, die ihnen auf beste Weise gefolgt sind – Allah hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Und Er hat für sie Gärten bereitet, durcheilt von Bächen, ewig und auf immer darin zu bleiben; das ist der großartige Erfolg.
101
Unter den Wüstenarabern in eurer Umgebung gibt es Heuchler und (auch) unter den Bewohnern von al-Madīna, die in der Heuchelei geübt sind. Du kennst sie nicht, aber Wir kennen sie. Wir werden sie zweimal strafen, und hierauf werden sie einer gewaltigen Strafe zugeführt werden.
102
Und (es gibt) andere, die ihre Sünden bekennen. Sie haben eine rechtschaffene Tat mit einer anderen bösen vermischt. Vielleicht wird Allah ihre Reue annehmen. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
103
Nimm von ihrem Besitz ein Almosen, mit dem du sie rein machst und läuterst, und bete für sie, denn dein Gebet ist für sie eine Beruhigung! Allah ist Allhörend und Allwissend.
104
Wissen sie denn nicht, daß Allah es ist, Der die Reue von Seinen Dienern annimmt und die Almosen nimmt, und daß Allah der Reue-Annehmende und Barmherzige ist?
105
Und sag: Wirkt! Allah wird euer Tun sehen, und (auch) Sein Gesandter und die Gläubigen. Und ihr werdet zum Kenner des Verborgenen und des Offenbaren zurückgebracht werden, und dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
106
Und (wieder) andere werden zurückgestellt, bis die Anordnung Allahs (ergeht). Entweder straft Er sie, oder Er nimmt ihre Reue an. Allah ist Allwissend und Allweise.
107
Und (es) gibt (auch) diejenigen, die sich eine Gebetsstätte genommen haben in der Absicht der Schädigung und aus Unglauben und zur Spaltung der Gläubigen und zur Beobachtung für denjenigen, der zuvor gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg geführt hat. Sie werden ganz gewiß schwören: „Wir haben nur das Beste gewollt.“ Doch Allah bezeugt, daß sie fürwahr Lügner sind.
108
Stell dich niemals in ihr (zum Gebet) hin! Eine Gebetsstätte, die vom ersten Tag an auf die Gottesfurcht gegründet worden ist, hat wahrlich ein größeres Anrecht darauf, daß du dich in ihr hinstellst. In ihr sind Männer, die es lieben, sich zu reinigen. Und Allah liebt die sich Reinigenden.
109
Ist derjenige, der seinen Bau auf Furcht vor Allah und (Sein) Wohlgefallen gegründet hat, besser oder der, der seinen Bau auf den Rand eines abstürzenden Hanges gegründet hat, so daß er mit ihm ins Feuer der Hölle abstürzt? Und Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.
110
Ihr Bau, den sie errichtet haben, wird nicht aufhören, Zweifel (hervorzurufen), bis ihre Herzen in Stücke gerissen sind. Allah ist Allwissend und Allweise.
111
Allah hat von den Gläubigen ihre eigene Person und ihren Besitz dafür erkauft, daß ihnen der (Paradies)garten gehört: Sie kämpfen auf Allahs Weg, und so töten sie und werden getötet. (Das ist) ein für Ihn bindendes Versprechen in Wahrheit in der Thora, dem Evangelium und dem Qurʾān. Und wer ist treuer in (der Einhaltung) seiner Abmachung als Allah? So freut euch über das Kaufgeschäft, das ihr abgeschlossen habt, denn das ist der großartige Erfolg!
112
(.. für die Gläubigen,) die in Reue Umkehrenden, die (Allah) Dienenden, die Lobenden, die (auf Allahs Weg) Umherziehenden, die sich Verbeugenden, die sich Niederwerfenden, die das Rechte Gebietenden und das Verwerfliche Verbietenden, die Allahs Grenzen Beachtenden\.. und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft.
113
Dem Propheten und denjenigen, die glauben, steht es nicht zu, für die Götzendiener um Vergebung zu bitten, auch wenn es Verwandte wären, nachdem es ihnen klargeworden ist, daß sie Insassen des Höllenbrandes sein werden.
114
Und die Bitte Ibrāhīms um Vergebung für seinen Vater war nur wegen eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte. Als es ihm aber klarwurde, daß er ein Feind Allahs war, sagte er sich von ihm los. Ibrāhīm war fürwahr weichherzig und nachsichtig.
115
Nimmer wird Allah Leute in die Irre gehen lassen, nachdem Er sie rechtgeleitet hat, bis Er ihnen darüber Klarheit gegeben hat, wovor sie sich hüten sollen. Gewiß, Allah weiß über alles Bescheid.
116
Allah hat die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Er macht lebendig und läßt sterben. Ihr habt außer Allah weder Schutzherrn noch Helfer.
117
Allah hat die Reue des Propheten, der Auswanderer und der Helfer angenommen, die ihm in der Stunde der Bedrängnis folgten, nachdem die Herzen einer Gruppe von ihnen beinahe abgeschweift wären. Hierauf hat Er ihre Reue angenommen – gewiß, Er ist zu ihnen Gnädig und Barmherzig –,
118
und (die Reue) der Dreien, die zurückgelassen wurden, bis die Erde ihnen eng wurde bei all ihrer Weite und ihre Seelen ihnen eng wurden und sie wußten, daß es vor Allah keine (andere) Zuflucht gibt als zu Ihm. Hierauf wandte Er Sich ihnen verzeihend zu, damit sie bereuen. Gewiß, Allah ist der Reue-Annehmende und Barmherzige.
119
O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und seid mit den Wahrhaftigen!
120
Es steht den Bewohnern von al-Madīna und den Wüstenarabern in ihrer Umgebung nicht zu, hinter dem Gesandten Allahs zurückzubleiben und sich selbst (und ihr Leben) ihm vorzuziehen. Dies (ist), weil sie weder Durst noch Mühsal noch Hunger auf Allahs Weg trifft, noch sie einen Schritt unternehmen, der die Ungläubigen ergrimmen läßt, noch einem Feind etwas Schlimmes zufügen, ohne daß ihnen dafür eine rechtschaffene Tat aufgeschrieben würde. Gewiß, Allah läßt den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.
121
Auch geben sie keine Spende aus, ob klein oder groß, noch durchqueren sie ein Tal, ohne daß es ihnen (als gute Tat) aufgeschrieben würde, damit Allah ihnen das Beste vergelte von dem, was sie getan haben.
122
Es steht den Gläubigen nicht zu, allesamt auszurücken. Wenn doch von jeder Gruppe von ihnen ein Teil ausrücken würde, um (mehr) von der Religion zu erlernen und um ihre Leute zu warnen, wenn sie zu ihnen zurückkehren, auf daß sie sich vorsehen mögen.
123
O die ihr glaubt, kämpft gegen diejenigen, die in eurer Nähe sind von den Ungläubigen! Sie sollen in euch Härte vorfinden. Und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist!
124
Wenn eine Sūra (als Offenbarung) herabgesandt wird, dann gibt es unter ihnen manche, die sagen: „Wem von euch hat dies(e Sūra) seinen Glauben vermehrt?“ Was nun diejenigen angeht, die glauben, so hat sie ihren Glauben vermehrt, und sie freuen sich über die frohe Botschaft.
125
Was aber diejenigen angeht, in deren Herzen Krankheit ist, so fügt sie ihrem Greuel noch (weiteren) Greuel hinzu, und sie sterben als Ungläubige.
126
Sehen sie denn nicht, daß sie in jedem Jahr einmal oder zweimal einer Prüfung unterzogen werden? Aber hierauf bereuen sie nicht, und sie bedenken nicht.
127
Wenn eine Sūra (als Offenbarung) herabgesandt wird, schauen sie einander an: „Sieht euch irgend jemand?“ Hierauf wenden sie sich ab. Allah hat ihre Herzen abgewendet, weil sie Leute sind, die nicht verstehen.
128
Zu euch ist nunmehr ein Gesandter aus euren eigenen Reihen gekommen. Bedrückend ist es für ihn, wenn ihr in Bedrängnis seid, (er ist) eifrig um euch bestrebt, zu den Gläubigen gnadenvoll und barmherzig.
129
Wenn sie sich aber abkehren, dann sag: Meine Genüge ist Allah. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Ihn verlasse ich mich, und Er ist der Herr des gewaltigen Thrones.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Author: farounfirewater

Ich bin der singende tanzende Aufwind der neuen Welt

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