Koranlesetagebuch im Ramadan Tag 21

07.06       Das inspirierende Potential des Islam

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Heute ist der 23. Tag des Ramadan, zugleich der 21. Tag meines Fastens. Die Sure gestern hat wieder einmal klar gemacht, das die Werte des Koran absolutistisch sind und aus einem Kampf mit anderen Religionen entspringen. Das mag der Koran mit der Bibel,  zumindest mit dem Alten Testament, gemein haben, aber in unserer pluralistischen demokratischen Welt scheint es umso wichtiger diese Werte zu verstehen um die Muslime besser einbinden zu lernen. Denkt man nur von der Gegenwart der gleichstellungsorientierten offiziellen deutschen Denkungsart her, ist die Frage ob der Islam zu Deutschland gehört sehr virulent. Sieht man hingegen die Leistungsgesellschaft in der wir Leben, gibt es im Islam und noch mehr in einigen seiner Kulturen, schon mehr Anknüpfungspunkte. Werte wie Gehorsam, Demut und Bereitschaft für höhere Werte zu kämpfen stehen im grünen und liberalen Deutschland scheinbar nicht mehr hoch im Kurs.Die islamische Idee keine Zinsen zu nehmen hat im modernen Bankensystem vielleicht ein Berechtigung als Korrektiv zum Denken des monetären Mainstream. Auch das Vorbild einer den Tag strukturierenden und die Seele läuternden rituellen Praxis außerhalb des Lohnerwerbs, wie des islamischen fünfmaligen Gebets und des Ramadan, könnten den modernen Deutschen auf der Schwelle zu einem neuen integrativeren Bewusstsein inspirieren. Auch regt vieleicht das klare islamische Rollenbild zwischen Mann und Frau die Deutschen dazu an; konservative Schichten ihrer Bewusstseinsgeschichte zu reflektieren und zu integrieren. Eines ist klar Selbstverwirklichungswerte wie Persönlichkeitsentfaltung sind im im siebten Jahrhundert nach Christus entstandenen Koran nicht existent, es geht im Islam um die Verwaltung von Mangel-Bedürfnissen, alles darüber hinaus wird wie früher im Christentum auch auf das Jenseits projiziert. Heutige Muslime leben aber auch in einer Welt mit ganz anderen Möglichkeiten und Horizonten, deswegen nähme man sich ein wertvolles Förderband, welches es vermag, Werte in andere Umgebungen zu transportieren, und somit zu innerem und sozialem Wandel beizutragen, beantwortete man die Frage “Gehört der Islam zu Deutschland” einfach mit nein.

Der zweite Teil der Sure An-Nisa(Die Frauen)

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Im zweiten Teil der Sure geht es wieder um eine existentielle Mangelsituation. Es geht um Muslime, die auf Reisen beten, (die Sure stammt aus der medinischen Zeit, als Mohammed mit den Seinen aus seiner Heimatstadt Mekka geflüchtet war), dazu geraten wachsam zu sein und ihre Waffen nicht abzulegen.Es sei in diesem Ausnahmezustand auch erlaubt die Gebete zu verkürzen. Erst in Sicherheit seien die fünf Pflichtgebete vorschriftsgemäß zu verrichten(Vers 103). Der Muslim solle niemandem helfen der sich selbst betrüge, Allah vergebe nur dem, der ihn um Vergebung bitte, da er Allvergebend und Barmherzig sein(Vers 110). Im Folgenden wird der Wert der Andersdenkenden aber relativiert: Zuerst heißt es, nichts Gutes sei in ihren Besprechungen, dann aber auch es sei denn es wären solche die zur Mildtätigkeit, zur Güte oder zum Frieden anstiften(Vers 114). Daraufhin kommt es aber wieder zu einer Abgrenzung zu denen, welche Allah Götter beistellen. Damit sind hauptsächlich die Christen gemeint, sie seien weit in die Irre geleitet(Vers 116). Diejenigen die statt Gott nur weibliche Wesen anbeteten beteten direkt den rebellischen Satan an(Vers 117). Die Versprechungen Satans seien Trug(Vers 120) seine Anbeter würden in der Hölle schmoren.Bald kommt die Sure wieder auf die Frauen zu sprechen. Zwischen den verschiedenen (Ehe)Frauen könne der Mann keine Gerechtigkeit über(Vers 129), er solle sich aber nicht gänzlich einer Frau zuneigen und die anderen vernachlässigen. Auch zum Wankelmut im glauben hat die Sure etwas zu sagen. Diejenigen die einen Tag gläbig seien und den anderen nicht mehr, dann aber wieder, denen werde Allah nimmer vergeben(Vers  137). Die Juden rügt die Sure, wie schon vorhergehende dafür, dass sie den Bund mit Allah brachen, beispielsweise, weil sie das Sabbat-Gebot übertreten haben, Zinsen nahmen und weil sie behaupten Jesus, den Messias getötet zu haben(Vers 157). Nun werden wieder die Propheten als Rechtgeleitete aufgezählt Dann bekommen die Christen erneut ihr Fett weg. Das sie aus einem Gott drei gemacht hätten sei eine große Sünde:

“Wahrlich der Messias, Jesus, Sohn der Maria, ist nur der Gesandte Allahs und Sein Wort, das Er Maria entboten hat, und von seinem Geist. Darum glaubt an Allah und seine Gesandten, und sagt nicht: “Drei”. Lasst (davon) ab- (das) ist besser für euch.Allah ist nur ein einziger Gott.Es liegt seiner Herrlichkeit fern, ihm ein Kindzuzuschreiben. Sein ist, was in dem Himmel und was auf Erden ist; und Allah genügt als Sachverwalter.”(Sure 171). Zum Ende wird betont, dass man außer Allah weder Freund noch Helfer findet(Vers 173).

100
Wer auf Allahs Weg auswandert, wird auf der Erde viele Zufluchtsstätten und Wohlstand finden. Und wer sein Haus auswandernd zu Allah und Seinem Gesandten verläßt, und den hierauf der Tod erfaßt, so fällt es Allah zu, ihm seinen Lohn (zu geben). Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
101
Und wenn ihr im Land umherreist, so ist es keine Sünde für euch, das Gebet abzukürzen, wenn ihr befürchtet, diejenigen, die ungläubig sind, könnten euch überfallen. Die Ungläubigen sind euch ja ein deutlicher Feind.
102
Und wenn du unter ihnen bist und nun für sie das Gebet anführst, dann soll sich ein Teil von ihnen mit dir aufstellen, doch sollen sie ihre Waffen nehmen. Wenn sie (die Betenden) sich dann niedergeworfen haben, sollen sie hinter euch treten, und ein anderer Teil, der noch nicht gebetet hat, soll (nach vorne) kommen. Und sie sollen dann (auch) mit dir beten; doch sollen sie auf ihrer Hut sein und ihre Waffen nehmen. Diejenigen, die ungläubig sind, möchten, daß ihr eure Waffen und eure Sachen außer acht laßt, so daß sie auf einmal über euch herfallen (können). Es ist keine Sünde für euch, wenn ihr unter Regen zu leiden habt oder krank seid, eure Waffen abzulegen. Aber seid auf eurer Hut. Gewiß, Allah bereitet für die Ungläubigen schmachvolle Strafe.
103
Wenn ihr das Gebet vollzogen habt, dann gedenkt Allahs stehend, sitzend und auf der Seite (liegend). Wenn ihr in Ruhe seid, dann verrichtet das Gebet (wie üblich). Das Gebet ist den Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben.
104
Und laßt nicht nach, das Volk (der feindlichen Ungläubigen) zu suchen. Wenn ihr zu leiden habt, so haben sie zu leiden wie ihr. Ihr aber habt von Allah zu erhoffen, was sie nicht zu erhoffen haben. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
105
Gewiß, Wir haben dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, damit du zwischen den Menschen richtest auf Grund dessen, was Allah dir gezeigt hat. Sei kein Verfechter für die Verräter!
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Und bitte Allah um Vergebung. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
107
Und streite nicht zur Verteidigung derer, die sich selbst betrügen. Allah liebt nicht, wer ein Verräter und Sünder ist.
108
Sie verbergen sich vor den Menschen; verbergen sich jedoch nicht vor Allah, wo Er doch bei ihnen ist, wenn sie an Worten aushecken, womit Er nicht zufrieden ist. Allah umfaßt, was sie tun.
109
Ihr da seid es doch, die ihr im diesseitigen Leben zu ihrer Verteidigung gestritten habt. Aber wer wird am Tag der Auferstehung mit Allah zu ihrer Verteidigung streiten, oder wer wird (dann) ihr Sachwalter sein?
110
Und wer etwas Böses tut oder sich selbst Unrecht zufügt und hierauf Allah um Vergebung bittet, wird Allah Allvergebend und Barmherzig finden.
111
Und wer eine Sünde begeht, begeht sie nur gegen sich selbst. Allah ist Allwissend und Allweise.
112
Und wer eine Verfehlung oder eine Sünde begeht und sie hierauf einem Unschuldigen vorwirft, der lädt damit Verleumdung und deutliche Sünde auf sich.
113
Und wenn nicht Allahs Huld gegen dich und Sein Erbarmen gewesen wären, hätte ein Teil von ihnen wahrlich vorgehabt, dich in die Irre zu führen. Aber sie führen nur sich selbst in die Irre und fügen dir keinerlei Schaden zu. Allah hat auf dich das Buch und die Weisheit herabgesandt und dich gelehrt, was du (vorher) nicht wußtest. Und Allahs Huld gegen dich ist groß.
114
Nichts Gutes ist in vielen ihrer vertraulichen Gespräche, außer derer, die Almosen, Rechtes oder Aussöhnung unter den Menschen befehlen. Und wer dies im Trachten nach Allahs Zufriedenheit tut, dem werden Wir großartigen Lohn geben.
115
Wer aber dem Gesandten entgegenwirkt, nachdem ihm die Rechtleitung klargeworden ist, und einem anderen Weg als dem der Gläubigen folgt, werden Wir dem zukehren, dem er sich zugekehrt hat, und ihn der Hölle aussetzen, und (wie) böse ist der Ausgang!
116
Allah vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allah (etwas) beigesellt, der ist fürwahr weit abgeirrt.
117
Sie rufen außer Ihm nur weibliche (Gottheiten) an, und sie rufen nur einen rebellischen Satan an.
118
Allah verfluchte ihn. Und er sagte: „Ich werde von Deinen Dienern ganz gewiß einen festgesetzten Anteil nehmen,
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und ich werde sie ganz gewiß in die Irre führen und ganz gewiß in ihnen Wünsche erwecken und ihnen ganz gewiß befehlen, und da werden sie ganz gewiß die Ohren des Viehs abschneiden; wahrlich, ich werde ihnen befehlen, und da werden sie ganz gewiß Allahs Schöpfung ändern.“ Wer sich den Satan außer Allah zum Schutzherrn nimmt, der hat fürwahr einen offenkundigen Verlust erlitten.
120
Er macht ihnen Versprechungen und erweckt in ihnen Wünsche; aber der Satan macht ihnen nur Versprechungen in Trug.
121
Jene – ihr Zufluchtsort wird die Hölle sein, und sie werden aus ihr kein Entrinnen finden.
122
Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, die werden Wir in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig und auf immer darin zu bleiben – Allahs Versprechen in Wahrheit. Und wer ist wahrhaftiger als Allah in Seinen Worten?
123
Es geht weder nach euren Wünschen noch nach den Wünschen der Leute der Schrift. Wer Böses tut, dem wird es vergolten, und der findet für sich außer Allah weder Schutzherrn noch Helfer.
124
Wer aber, sei es Mann oder Frau, etwas an rechtschaffenen Werken tut, und dabei gläubig ist, jene werden in den (Paradies)garten eingehen, und es wird ihnen nicht ein Dattelkerngrübchen Unrecht zugefügt.
125
Wer hätte eine bessere Religion, als wer sein Gesicht Allah hingibt und dabei Gutes tut und dem Glaubensbekenntnis Ibrāhīms folgt, (als) Anhänger des rechten Glaubens? Und Allah nahm sich Ibrāhīm zum Freund.
126
Und Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist; Allah umfaßt alles.
127
Sie fragen dich um Belehrung über die Frauen. Sag: „Allah belehrt euch über sie, und (weiter lehrt,) was euch im Buch verlesen wird über die weiblichen Waisen, denen ihr nicht gebt, was ihnen vorgeschrieben ist, und die ihr zu heiraten begehrt, und die schwachen unter den Kindern, und daß ihr gegenüber den Waisen Gerechtigkeit wahrt. Und was immer ihr an Gutem tut, so weiß Allah darüber Bescheid.
128
Und wenn eine Frau von ihrem Ehemann Widersetzlichkeit oder Meidung befürchtet, so ist es keine Sünde für sie (beide), sich in Frieden zu einigen; denn friedliche Einigung ist besser. Und die Seelen sind der Habsucht zugänglich. Doch wenn ihr wohltätig seid und gottesfürchtig, so ist Allah dessen, was ihr tut, gewiß Kundig.
129
Und ihr werdet zwischen den Frauen nicht gerecht handeln können, auch wenn ihr danach trachtet. Aber neigt nicht gänzlich (von einer weg zu der anderen), so daß ihr sie gleichsam in der Schwebe laßt. Und wenn ihr (es) wiedergutmacht und gottesfürchtig seid, gewiß, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.
130
Und wenn die beiden sich trennen, wird Allah jeden aus Seiner Fülle bereichern. Allah ist Allumfassend und Allweise.
131
Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Wir haben bereits denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, und euch anbefohlen: Fürchtet Allah! Wenn ihr aber ungläubig seid, gewiß, so gehört Allah (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Allah ist Unbedürftig und Lobenswürdig.
132
Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter.
133
Wenn Er will, läßt Er euch vergehen, ihr Menschen, und bringt andere. Allah hat dazu die Macht.
134
Wer immer die Belohnung des Diesseits will, so ist bei Allah die Belohnung des Diesseits und des Jenseits. Allah ist Allhörend und Allsehend.
135
O die ihr glaubt, seid Wahrer der Gerechtigkeit, Zeugen für Allah, auch wenn es gegen euch selbst oder die Eltern und nächsten Verwandten sein sollte! Ob er (der Betreffende) reich oder arm ist, so steht Allah beiden näher. Darum folgt nicht der Neigung, daß ihr nicht gerecht handelt! Wenn ihr (die Wahrheit) verdreht oder euch (davon) abwendet, gewiß, so ist Allah dessen, was ihr tut, Kundig.
136
O die ihr glaubt, glaubt an Allah und Seinen Gesandten und das Buch, das Er Seinem Gesandten offenbart und die Schrift, die Er zuvor herabgesandt hat. Wer Allah, Seine Engel, Seine Schriften, Seine Gesandten und den Jüngsten Tag verleugnet, der ist fürwahr weit abgeirrt.
137
Gewiß, diejenigen, die gläubig sind, hierauf ungläubig werden, hierauf (wieder) gläubig werden, hierauf (wieder) ungläubig werden und dann an Unglauben zunehmen – es ist nicht Allahs (Wille), ihnen zu vergeben noch sie einen (rechten) Weg zu leiten.
138
Verkünde den Heuchlern, daß es für sie schmerzhafte Strafe geben wird,
139
(sie,) die die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren nehmen. Begehren sie (etwa) Macht bei ihnen (zu finden)? Gewiß, alle Macht gehört Allah.
140
Er hat euch (doch) bereits im Buch offenbart: Wenn ihr hört, daß man Allahs Zeichen verleugnet und sich über sie lustig macht, dann sitzt nicht mit ihnen (zusammen), bis sie auf ein anderes Gespräch eingehen. Sonst seid ihr ihnen gleich. Gewiß, Allah wird die Heuchler und die Ungläubigen alle in der Hölle versammeln,
141
die euch gegenüber abwarten. Wenn euch ein entscheidender Sieg von Allah beschieden ist, sagen sie: „Sind wir nicht mit euch gewesen?“ Und wenn den Ungläubigen ein Sieg beschieden ist, sagen sie: „Haben wir uns nicht eurer (Angelegenheiten) bemächtigt gehabt und die Gläubigen von euch abgehalten?“ Aber Allah wird zwischen euch am Tag der Auferstehung richten. Und Allah wird den Ungläubigen keine Möglichkeit geben(,) gegen die Gläubigen (vorzugehen).
142
Gewiß, die Heuchler möchten Allah betrügen, doch ist Er es, der sie betrügt. Und wenn sie sich zum Gebet hinstellen, stellen sie sich schwerfällig hin, wobei sie von den Menschen gesehen werden wollen, und gedenken Allahs nur wenig;
143
dazwischen hin und her schwankend – weder zu diesen noch zu jenen (gehörend). Und wen Allah in die Irre gehen läßt, für den wirst du keinen Weg finden.
144
O die ihr glaubt, nehmt nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren! Wollt ihr denn Allah eine offenkundige Handhabe gegen euch liefern?
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Gewiß, die Heuchler werden sich auf dem untersten Grund des (Höllen)feuers befinden, und du wirst für sie keinen Helfer finden,
146
– ausgenommen diejenigen, die bereuen und verbessern und an Allah festhalten und ihre Religion aufrichtig für Allah ausüben; jene werden mit den Gläubigen sein. Und Allah wird den Gläubigen großartigen Lohn geben.
147
Warum sollte Allah euch strafen, wenn ihr dankbar und gläubig seid? Allah ist Dankbar und Allwissend.
148
Allah liebt nicht den laut vernehmbaren Gebrauch von bösen Worten, außer durch jemanden, dem Unrecht zugefügt worden ist. Allah ist Allhörend und Allwissend.
149
Ob ihr etwas Gutes offenlegt, oder es verbergt, oder etwas Böses verzeiht – gewiß, Allah ist Allverzeihend und Allmächtig.
150
Diejenigen, die Allah und Seine Gesandten verleugnen und zwischen Allah und Seinen Gesandten einen Unterschied machen wollen und sagen: „Wir glauben an die einen und verleugnen die anderen“, und einen Weg dazwischen einschlagen wollen,
151
das sind die wahren Ungläubigen. Und für die Ungläubigen haben Wir schmachvolle Strafe bereitet.
152
Denjenigen aber, die an Allah und Seine Gesandten glauben und keinen Unterschied zwischen jemandem von ihnen machen, denen wird Er ihren Lohn geben. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
153
Die Leute der Schrift verlangen von dir, daß du ihnen vom Himmel ein Buch offenbaren läßt. Sie haben von Mūsā bereits etwas noch Größeres als dies verlangt, denn sie sagten: „Zeige uns Allah unverhüllt!“ Da ergriff sie der Donnerschlag wegen ihrer Ungerechtigkeit. Hierauf nahmen sie das Kalb an, nachdem die klaren Beweise zu ihnen gekommen waren. Aber Wir verziehen es und gaben Mūsā offenkundige Gewalt.
154
Und Wir hoben den Berg über sie bei (der Entgegennahme von) ihrem Abkommen empor. Und Wir sagten zu ihnen: „Tretet, euch niederwerfend, durch das Tor ein!“ Und Wir sagten zu ihnen: „Übertretet nicht den Sabbat!“ Und Wir trafen mit ihnen ein festes Abkommen.
155
(Verflucht sind sie) dafür, daß sie ihr Abkommen brachen und Allahs Zeichen verleugneten und (daß sie) die Propheten zu Unrecht töteten und (daß sie) sagten: „Unsere Herzen sind verhüllt.“ – Nein! Vielmehr hat Allah sie für ihren Unglauben versiegelt; darum glauben sie nur wenig, –
156
und daß sie ungläubig waren und gegen Maryam gewaltige Verleumdung aussprachen,
157
und dafür, daß sie sagten: „Gewiß, wir haben al-Masīḥ ʿĪsā, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet.“ – Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet.
158
Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise.
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Es gibt keinen unter den Leuten der Schrift, der nicht noch vor dessen Tod ganz gewiß an ihn glauben wird. Und am Tag der Auferstehung wird er über sie Zeuge sein.
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Wegen Ungerechtigkeit derer, die dem Judentum angehören, hatten Wir ihnen gute Dinge verboten, die ihnen erlaubt gewesen waren, und weil sie viel von Allahs Weg abhielten,
161
und (weil sie) Zins nahmen, wo es ihnen doch verboten worden war, und den Besitz der Menschen in unrechter Weise aufzehrten. Und Wir haben den Ungläubigen unter ihnen schmerzhafte Strafe bereitet.
162
Aber diejenigen unter ihnen, die im Wissen fest gegründet sind, und die Gläubigen glauben an das, was zu dir (an Offenbarung) herabgesandt worden ist, und was vor dir herabgesandt wurde, und diejenigen, die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten und an Allah und den Jüngsten Tag glauben. Ihnen werden Wir großartigen Lohn geben.
163
Gewiß, Wir haben dir (Offenbarung) eingegeben, wie Wir Nūḥ und den Propheten nach ihm (Offenbarung) eingegeben haben. Und Wir haben Ibrāhīm, Ismāʿīl, Isḥāq, Yaʿqūb, den Stämmen, ʿĪsā, Ayyūb, Yūnus, Hārūn und Sulaimān (Offenbarung) eingegeben, und Dāwūd haben Wir ein Buch der Weisheit gegeben.
164
Und (Wir sandten) Gesandte, über die Wir dir schon zuvor berichtet haben, und andere, über die Wir dir nicht berichtet haben, und zu Mūsā hat Allah unmittelbar gesprochen –,
165
Gesandte als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen, damit die Menschen nach den Gesandten kein Beweismittel gegen Allah haben. Und Allah ist Allmächtig und Allweise.
166
Aber Allah bezeugt, was Er zu dir (als Offenbarung) herabgesandt hat; Er hat es mit Seinem Wissen herabgesandt. Und (auch) die Engel bezeugen es. Und Allah genügt als Zeuge.
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Diejenigen, die ungläubig sind und von Allahs Weg abhalten, sind fürwahr weit abgeirrt.
168
Für diejenigen, die ungläubig sind und Unrecht tun, ist es nicht Allahs (Wille), ihnen zu vergeben noch sie einen (rechten) Weg zu leiten,
169
außer den Weg zur Hölle, ewig und auf immer darin zu bleiben. Und dies ist Allah ein leichtes.
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O ihr Menschen, der Gesandte ist nunmehr mit der Wahrheit von eurem Herrn zu euch gekommen, darum glaubt (an ihn), das ist besser für euch. Wenn ihr aber ungläubig seid, gewiß, so gehört Allah (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
171
O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Allah nur die Wahrheit aus! al-Masīḥ ʿĪsā, der Sohn Maryams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maryam entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht „Drei“. Hört auf (damit), das ist besser für euch! Allah ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm (, und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter.
172
Al-Masīḥ wird es nicht verschmähen, ein Diener Allahs zu sein, auch nicht die (Allah) nahegestellten Engel. Wer es aber verschmäht, Ihm zu dienen, und sich hochmütig verhält –, so wird Er sie alle zu Sich versammeln.
173
Was nun diejenigen angeht, die glauben und rechtschaffene Werke tun, so wird Er ihnen ihren Lohn in vollem Maß zukommen lassen und ihnen von Seiner Huld noch mehr erweisen. Was aber diejenigen angeht, die es verschmähen und sich hochmütig verhalten, so wird Er sie mit schmerzhafter Strafe strafen. Und sie werden für sich außer Allah weder Schutzherrn noch Helfer finden.
174
O ihr Menschen, zu euch ist nunmehr ein Beweis von eurem Herrn gekommen, und Wir haben zu euch ein deutliches Licht hinabgesandt.
175
Was nun diejenigen angeht, die an Allah glauben und an Ihm festhalten, so wird Er sie in Barmherzigkeit von Ihm und Huld eingehen lassen und sie zu Sich auf einem geraden Weg leiten.
176
Sie fragen dich um Belehrung. Sag: „Allah belehrt euch über den Erbanteil seitlicher Verwandtschaft. Wenn ein Mann umkommt, der keine Kinder hat, aber eine Schwester, dann steht ihr die Hälfte dessen zu, was er hinterläßt. Und er beerbt sie, wenn sie keine Kinder hat. Und wenn es zwei (Schwestern) sind, stehen ihnen (beiden) zwei Drittel dessen zu, was er hinterläßt. Und wenn es Geschwister sind, Männer und Frauen, dann kommt einem männlichen Geschlechts ebensoviel zu wie der Anteil von zwei weiblichen Geschlechts. Allah gibt euch Klarheit, damit ihr (nicht) in die Irre geht. Allah weiß über alles Bescheid.

 

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Author: farounfirewater

Ich bin der singende tanzende Aufwind der neuen Welt

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