Der Ulmer Lilienfries Testament einer universellen Bruderschaftskette?

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Die Internationale Schule des Goldenenen Rosenkreuzes in Ulm, lud nachdem sie im letzten Jahr schon ihre Interpretation des Löwenmenschen vom Lonetal präsentiert hatte nun zu einem Vortrag über den Ulmer Lilienfries. Der Ulmer Lilienfries ist ein Backsteinfries der vor 550 Jahren in der Zeit der Spätgotik gefertigt wurde. Im Zeitraum zwischen 1450-1480 ist der Lilienfries so oft in Ulm verbaut worden, dass spätere Generationen ihn den Ulmer Lilienfries nannten.Die These welche Robert Gerster in seinem Vortrag begründen wollte: “Der Ulmer Lilienfries ist ein Testament, eine in Stein gehauene Bestätigung der universellen Lehre  der Befreiung von Welt und Menschheit”. Die Lilienblüte stehe in Europa kunsthistorisch für Johannes den Täufer. Sie sei ein Symbol  für Reinheit und Unschuld; und sei im Mittelalter sowohl ein Symbol der Bourbonenkönige in Frankreich als auch der spirituellen Gemeinsschaft der Katharer in Südfrankreich gewesen. Die Katharer sind für die  Internationalen Schule des Rosenkreuzes eine Vorgängerbruderschaft.

Der Lilienfries, ein Zeichen von Helfern aus höheren Welten?

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Weit ausholend zitierte er als erstes Erklärelement für seine These einen Abschnitt des indischen Epos der Bhagavadgita, die ein zentraler Teil der Upanischaden ist. Dort steht, dass immer wenn das Böse zunimmt und die Güte erlahmt [sich der Herr] einen Körper macht um auf die Erde zurückzukehren(sh.Bild) Der Gründer und Großmeister der Geistesschule  Jan van Rijckenborg habe in einer Schrift erwähnt, dass ein Bogenornament an dem Lilien angebracht seien ein Symbol für Weisheitslehrer und Propheten sei. Jeder Bogenfries mit Lilien sei demnach ein Symbol für geistige Helfer und Menschheitsführer, kombinierte Gerster. In der ägyptischen Urgnosis, einem weiteren Werk von van Rijckenborg, in Band 4 im 33. Kapitel stünden Angaben über die verschiedenen Phasen der Arbeit von Hierophanten mit der Menschheit. Das Wort Hierophanten ist eine Zusammensetzung der altgriechischen Worte für heilig hieros und phainon für enthüllen.Einen solchen Lilienfries sehe man auch am Erker des Ulmer Patrizierhauses, sowie am Blaubeurer Kloster, erbaut Mitte des 15.Jahrhunderts. Der Graf Eberhardt im Barte(1445-1496) Gründer der Universität Tübingen, hatte laut Gerster Kontakt zur Schule von Marcilio Ficino in Venedig in der zu dieser Zeit die Renaissance blühte. Er lies in Tübingen eine astronomische Uhr in der Stadtmitte installieren, als offenes Zeichen, dass die die Erde nicht wie die Kirche wollte eine Scheibe sei.

Ist der  Löwenmensch vom Lonetal ein  Avatar vergangener Zeiten?

Auch auf den Löwenmenschen kam Gerster nochmals zu sprechen. Im Ulmer Museum habe einmal ein Inder in traditioneller Kleidung den dort ausgestellten Löwenmenschen aufgesucht und sei 20 Minuten vor diesem in meditativer Stellung verharrt. Die Statue des Löwenmensch die vor 35000 Jahren in einer Höhle im Lonetal angefertigt wurde, sei  als eine Ausformung des vierten. Avatars des indischen Gottes  Vishnu bekannt unter dem Namen Narasimha.

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Robert Gerster der sich schon seit längerem aus einer gnostischen Perspektive mit dem Löwenmenschen vom Lonetal beschäftigt bei seinem Vortrag

Er sei zu dieser Zeit einer jener Menschheitshelfer gewesen, welche die universelle Lehre in Zeiten der materialistischen Verfinsterung neu erklärt hätten. Der letzte dieser Kette so interpretieren Theosophen sei Buddha Shakyamuni gewesen. Der nächste sei für Christen, der wiederkehrende Christus, für Muslime der Mahdi und für Buddhisten der Buddha der Zukunft namens Maitreya. Die Zeiten der Einweihung von Priestern und Hierophanten wie  beispielsweise im Ägyptischen Totenbuch beschrieben sei heute vorbei, meinte Gerster. In der dritten Phase verlaufe  die Einweihung mit und durch die Menschheit, der Mensch welcher die Wahrheit gehört habe, müsse heute beweisen, dass er sie selbst finden könne. Es sei wie mit Jesus Christus: “Ein Mensch der durch Erleuchtung zum Sohn Gottes geworden ist, zeigt der Menschheit den Vater und das er vollkommen ist wie sein Vater, erfüllt von der Mutter(dem Heiligen Geist).Die Baukunst sei eine Geheimsprache der Freimauer gewesen, die im 15.Jahrhundert auch zur universellen Kette gehörten. Der nach unten gerichtete Lilienfries symbolisiere das Streben der Hierophanten sich um der Liebe zur Menschheit willen in einen schmerzhaften und sterblichen Körper zu inkarnieren; solange bis die Menschheit

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Der Lilienfries wurde aufgenommen im ehemaligen Benediktinerinnenkloster in Urspring bei Schelklingen am heutigen Gebäude der Internatsverwaltung

 

von ihren Verblendungen geheilt ist. In Blaubeuren und dem ehemaligen Benediktinerinnenkloster in Urspring seien immer zwölf Steine des Lilienfrießes aneinander gereiht und der Dreizehnte sei farbig hervorgehoben. Die 12- Zahl stehe für die Jünger und die 13 für den Herren Jesus, der sein Ich ganz vergessen hat und ohne den man laut Bibel nichts tun kann.Der Lilienfrieß um den weißen Turm in Biberach an der Riss habe 127 Steine und sei ebenfalls aus der Periode zwischen 1450 und 1480. Die Anzahl der Steine müsse man kabbalistisch verstehen, erklärte Gerster. Die eins stehe für den Vater, die zwei für den Sohn und die sieben für den Heiligen Geist.Bei der anschließenden Diskussion fragte einer warum der Bau des Lilienfrieses so abrupt abgebrochen sei. Gerster erklärte das mit den Kämpfen in der damaligen Zeit, in der  oberschwäbischen Stadt Ravensburg sei 1484 beispielsweise das brutale Buch “der Hexenhammer” erschienen. In verschiedenen Perioden müssen die Gottessöhne, jeweils nützlich und angemessene Methoden anwenden.Glaub man der Annahmen Gersters  über das Klima gegen Ende des Zeitraum in dem der Fries munter verbaut wurde,wäre es interessant den Andeutungen Gersters was das Ende des Lilienfrieses im Ulmer Raum betrifft nachzugehen.

 

 

 

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Author: farounfirewater

Ich bin der singende tanzende Aufwind der neuen Welt

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