Der Stand der Dinge beim ulmer Internet der Dinge

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Die Jahresveranstaltung der Initiative ulm.digital e.V

Lange Schlangen bildeten sich beim Check-in der Jahresveranstaltung 2018 der Initiative ulm.digital e.V vor dem Stadthaus. Wie gewohnt gab es eine Voranmeldung. Löblich auch Kurzentschlossene bekamen noch ein obligatorisches, in der „Mensch-Dymo-Verbindung“ hergestelltes Namensschild.Die initiative.ulm.digital kann sich beider Bürgermeister der Schwesterstädte Ulm und Neu-Ulm als Schirmherren erfreuen. Beide waren auch da und sprachen ein Grußwort. Ebenso der Unternehmensberater Heribert Fritz als Vorsitzender der Initatitive und Professor Michael Weber als Präsident der Universität Ulm und Beisitzer der Initiative. Unter den etwa 270 Gästen im vollbesetzten Saal des Stadthauses, so gab Fritz erfreut bekannt, seien knapp 200 Unternehmer.Ebenso seien Vertreter der Stadtwerke Ulm(SWU), der Volkshochschule Ulm, der scheidende Präsident der Industrie und Handelskammer(IHK) Peter Kulitz und Vertreter fast aller Kreditinstitute in Ulm anwesend.

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Neu-Ulm´s Oberbürgermeister gab sich verhalten bejahend in Sachen KI, und lieferte so gute Fragen, deren Beantwortung noch aussteht

 

Unterschiedliche Grußworte von Ulm und Neu-Ulm

Die ersten und einzigen politisch nachdenklichen Worte über Digitalisierung hörte man von Gerold Noerenberg, dem Bürgermeister Neu-Ulms. Gut getimed: das erste Gateway des LoRa-WAN am Standort Neu-Ulm, des Wide Area Netzwerks für das Internet der Dinge, auf das Ulm setzt, wurde heute laut Noerenberg vom Donaubad zugesagt.Auch vom Donaubad waren Vertreter da. Dann teilte Noerenberg ein Szenario, welches ihm ein Berater eröffnet habe.Sein Handy fragt ihn ob er die Brasilienreise in vier Monaten immer noch anzutreten gedenke?Als er mit Ja antwortet, erinnert ihn sein Handy, dass sein Ausweis abgelaufen sei und fragt ob es den Neubeantragungsprozess mit Hilfe von Künstlicher Intelligent beim Amt anstoßen solle. Dafür brauche er aber ein neues Bild. Das Handy fragt ob gleich ein Bild mit der richtigen biometrischen Proportion gemacht werden solle? Dieser Vorgang habe ihm zu denken gegeben bekennt Noerenberg, denn: „Brauche ich dann noch meine Mitarbeiter in der Verwaltung.“ Werde der Mensch ersetzt oder könne er sich in Zukunft ganz dem Reich der Freiheit widmen? „Wichtig ist mir kritisch zu hinterfragen und die Gesellschaft mitzunehmen, während man die positiven Möglichkeiten des Internet der Dinge mitnimmt“, so endete Noerenberg.

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Eine Million Euro Preisgeld hat Ulm als  digitale Zukunftsstadt im Bundeswettbewerb letzte Woche eingefahren

 

Wohlstandswahrung auf den Schwingen von vernetzten Dingen

Der smarte Moderator Jakob Pietron führte Gunter Czisch hingegen als einen Politiker ein, der mit dem Thema Digitalisierung in den Wahlkampf gegangen sei, Gegenwind bekommen habe und gewonnen habe. Auch heute konnte er Lorbeeren preisen. Ulm sei seit einer Woche ein Gewinner des Bundeswettbewerbs Digitale Stadt und habe somit 1 Million Euro gewonnen. Ulm sei nun eine von vier digitalen Zukunftskommunen und eine von 7 Zukunftsstädten, und darauf sei er besonders stolz, die einzige in Baden-Württemberg. Ehrlich war er auch. „Die Stadt will Steuern einnehmen.“ Trotzdem sei er für Teilhabe auch für Smartphoneferne, die etwa 20 % der Ulmer ausmachen sollen „Ziel ist es die Weichen so zu stellen das 2030 der Wohlstand auch noch so aussieht wie heute.“ Heribert Fritz der Unternehmensberater von der Initiative ulm.digital erklärte er wolle: „(…)digitale Ideen fördern, durch Leuchturmprojekte Talente nicht nur halten, sondern anziehen.“ Auch die Förderung des mittlerweile sehr beliebten Verschwörhauses sei ein Kernpunkt. Hier können Bürger beispielsweise beim Löten von Platinen, oder am 3D-Drucker konkreten Kontakt mit dem Thema Digitalisierung bekommen. Auch dem Programm der Veranstaltung lag eine „Ulmer-Münster“-Platine bei. Man hoffte bei deren Ansicht nur, dass das Verhältnis zwischen großer „KI“ und kleiner Kirche nicht als ernste Macht-Anspielung gemeint ist. In seinem 25. Jubiläumsjahr darf man das Stadthaus, dass damals vielen spinnefeind war, als mutigen Lichtblick der Versöhnung von Tradition und Moderne sehen. Auch Bürgermeister Czisch hat aber bei einer Veranstaltung zu Ulm Digitale Stadt 2030 schon gesagt, dass es keine Alternative zur Digitalisierung gebe, allerdings aber die Möglichkeit sie selber in die Hand zu nehmen, und die müsse man ergreifen.

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Internet of Things(IoT) konkret

Drei Ulmer Unternehmen zeigten nun was IoT für Ulm konkret bedeuten könne.Das die SWU ein Interesse habe innerhalb der Reichweite des Ulmer LoRa-WAN ihre Stromablesungen zu automatisieren, war schon auf den Rängen gestreut werden. Antonija Scheible, Chief Digital Officer der SWU zeigte nun die vermeintliche Notwendigkeit auf, beispielsweise des Services, dass die SWU im Urlaub einen Wasserbruch von LoRa-WAN und entsprechender Sensorikmanaged, ohne den Urlauber dabei zu behelligen. Björn Semjan Geschäftsführer der systemzwo GmbH stellte ein Parkraummanagementsystem vor, dass mit Vernetzung und Senorik(ultraschall und druck) an Ulmer Parkplätzen(70000 angemeldete Fahrzeuge), die angeblichen 30 % des Ulmer Verkehrs an Parkplatzsuchern zur Geschichte machen soll. Gerhard Gruber der Geschäftsführer für Marketing der eXXelent solutions GmbH ist auch bei der Firma citysens mit dabei. Die werben mit dem gleichen Szenario wie Frau Scheible: Der Stadtwerksmitarbeiter muss, wenn er beim Ablesetermin niemand antrifft wieder kommen. Mit LoRa-WAN und anderen Technologien des Internet der Dinge ginge das einfacher. Später stellte sich heraus das die SWU Citysens, als Kooperation mit den Unternehmen der beiden Vortragenden und Cortex media von  Andreas Buchenscheit im September gegründet hat.

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Die abgebildete Platine lag jeder Einladung bei als Angebot sie im Verschwörhuas bestücken zu lassen. Links Andreas Buchenscheit am Ende seiner Zeitreise durch das Intenet der Dinge

Die wissenschaftliche Perspektive:embedded systems

Professor Michael Weber startete mit einer These in sein Referat. „Die profundeste Technologie ist die die sich so in unser Alltagsleben integriert, dass man sie nicht mehr bemerkt.“Dafür gab er zwei Beispiele, die Schrift, die zu Luthers Zeiten noch weithin als Hexerei angesehen wurde. Irgendwann denke man aber nicht mehr darüber nach das die Schrift ein System sei, welches die gesprochene Sprache repräsentiert. Heute sei sie ganz normal als Hintergrundtechnologie. Ebenso der Elektromotor, der habe in den Anfängen noch die Dampfmaschine ersetzt, heute sei er unauffällig in Autos, Rasierapparaten und elektrischen Zahnbürsten verbaut. Man müsse aber sehen, das solche Prozesse schleppend abliefen und die Einbettung beim Elektromotor 150 Jahre gedauert habe. Er erwartete „Die KI-Vernetzung wird allgegenwärtig. Wir sind ja heute schon bereit unsere Daten dem Netzwerk zu geben! Wir werden es nicht aufhalten, genau wie die Schrift und den Elektromotor.“ Zum Schluss gab er den Rat, das Wissen über KI zu teilen, Wissenschaft heiße Wissen teilen.

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Andrea Martin von IBM gewährte Einblicke und Ausblicke für die WATSON benannte KI von IBM

KI kontrolliert KI: Keynote von IBM

Im Laufe des Abends verschob sich die Dauer des offiziellen Teils, so musste Andrea Martin Chief Technologie Officer von IBM Deutschland ein bisschen in ihrem Vortrag anziehen. Es war der 100. Geburtstag des Frauenwahlrechts und daran erinnerte die lockige Badenerin. Sie wolle das KI in hundert Jahren so normal sei wie Frauenwahlrecht heute, betonte sie. KI, das müsse man wissen, sei kein einzelnes System, dass man sich in den Keller stelle. Nein KI sei ein Blumenstrauß aus Technologien die Daten erkennen könnten und Intelligenz entwickelten. KI müsse immer zweckgebunden und eigentumsgebunden eingesetzt werden. Denn die Gesellschaft entscheide welchen KI- Anbieter sie vertraue. Was IBM, deren KI unter WATSON firmiere anbiete sei ein Programm, welches die Entscheidungen von KI nach bestimmten Kriterien zu bewerten vermöge. Für Erkenntnisgewinne in der Welt der Großen Zahlen zum Beispiel in der Gesundheitsbranche könne KI eingesetzt werden. Oder auch damit ein Ingenieur beispielsweise auf einer Bohrinsel, das ganze Wissen seiner Vorgänger als Entscheidungshilfe bereitgestellt bekomme.

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KI in der Pflege, dass wäre wohl soi ein Gebiet wo man die Bürger nochmal befragen könnte ob sie das mehrheitlich wollen

Der Einsatz erfordert politischen Mut

Einsatzmöglichkeiten gebe es aber auch in der Bildung um seinen eigenen Lernstand, besser abschätzen zu können. Auch die Verbesserung der Mensch-Maschine-Interaktion im Bereich der Emotionen seien ein Thema. Für kranke Menschen sei es eine Herausforderung die maschinelle Personalisierung von Empfehlungen zu verbessern.Zum Beispiel Bewegungsvorschläge anhand der Tagesform für Parkinsonpatienten. Das Wort Industrie 4.0 viel den ganzen Abend nicht.Aber auch die Erhöhung der Effizienz im Gebäudemanagement werde mit Programmen der KIbewerkstelligt. Nutzungsspitzen, Reinigungsströme alles könne erfasst werden und durch Historien, könnten die Abläufe ständig verbessert werden.Zum Schluss gab sie noch kurz das Bonbon zukunftsweisender Technologien. Brain-inspired neuromorphic systems schauten sich beim Gehirn neue Dimensionen des Berechnens und interpretierens ab. Quantencomputer hätten die fast unvorstellbare Möglichkeit viele Operationen zugleich zu berechnen, und seien so ungleich schneller als herkömmliche Rechner. Es gebe schon viele Anwendungen, so wie Blutdruck- und Stresssensoren für Feuerwehrmänner. Von Pietron gefragt, warum das unsere Feuerwehr noch nicht habe? Sagte sie es käme immer auf den Mut der Entscheidungsträger an, solche Neuerungen auch einzuführen.

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Am Schluss wurde das ganze Team von Abendgestaltern mit Blumen bedacht

 

Links:

Ulm Zukunftsstadt 2030:

https://www.ulm.de/leben-in-ulm/digitale-stadt/zukunftsstadt

IBM-Projekt:Brain-inspired neuromorphic systems:

http://research.ibm.com/articles/brain-chip.shtml

Grundsätzliches zum LoRa-WAN:

https://www.lora-wan.de/

Unternehmen Heribert Fritz:

http://uno-services.net/

Unternehmer Gerhard Gruber:

https://citysens.de/

https://www.exxcellent.de/

citysens die Kooperation mit den SWU und ihr Zweck:

https://www.swu.de/privatkunden/unternehmen/presse/pressemitteilung/news/citysens-stadtwerke-schliessen-kooperation-mit-ulmer-it-firmen-ab/

https://www.exxcellent.de/

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Mit Füßen getreten: Die Menschenrechte

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Ivo Gönner sprach für die Freunde des Museums Laupheim

Ausstellung Achtung Menschenrechte startete mit Festakt im Schloss Laupheim

Erstes Ziel erreicht: 250 Freunde und Gäste bevölkerten den Ottmar-Schick-Saal des Schlosses Großlaupheim. Grund: Die Sonderausstellung des Museums zur Geschichte von Christen und Juden: Achtung Menschenrechte öffnete ihre Pforten. Bürgermeister Gerold Rechle hatte nach einer musikalischen Einstimmung zweier Musikschülerinnen an Geige und Marimbaphon, das erste Wort. „Die Ausstellung Achtung Menschenrechte, kommt zur richtigen Zeit, sicher nicht zu früh.“ Das Oberhaupt der Laupheimer erinnerte daran, dass 1942 die gesamte jüdische Gemeinde ausgelöscht war. „Wie konnte es so weit kommen?“, fragte er in den Saal. Dann griff er den doppeldeutigen Titel Achtung Menschenrechte auf. Achtung bringe Frieden. Dann dankte er der Kuratorin Gabriele Lüdke, die sich über zwei Jahre um Idee und Gestaltung der Ausstellung gekümmert habe. Aufgelockert durch Bela Bartok wiederum von Jessica Oster(Marimbaphon) und Lena Tann an der Geige zum Besten gegeben, hatte Ivo Gönner, selbst Laupheimer, das Wort. Er sprach im Namen des Förderkreises des Museums Laupheim. Er erinnerte daran, dass im 1.Weltkrieg viele Reiche, nicht nur die K.u.K-Monarchie zugrunde gegangen seien. 

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Die Austellungsgestalterin Gabriele Lüdke

Für Menschenrechte einstehen wo man kann

Neue Reiche seien entstanden welche noch nicht so gefestigt gewesen seien. Der 2. Weltkrieg sei nur einen Wimpernschlag entfernt gewesen und der endete mit heftigster Gewalt gegen einzelne Gruppen. Dieser beider verheerender Kriege Konsequenz sei die Formulierung der Menschenrechte im Dezember 1948 in Paris, welche dieser Ausstellung den Anlass biete. Im Mai habe auch das Deutsche Grundgesetz(1949), welches vieles der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte übernommen habe 70.Geburtstag. Darin stehe auch nicht die Würde des Schwaben oder des Deutschen, sondern die Würde des Menschen sei unantastbar. Das dürfe nicht nur so dahingesagt werden, sondern müsse gelebt werden, dafür stünde der Verein, dem man auch beitreten könne. „Denn wer etwas von der Gemeinschaft nicht der muss auch etwas zurückgeben“, endete der gediegene und humorvolle Alt-Bürgermeister Ulms. Gabriele Lüdke, die die Sonderausstellung konzipiert hat dankte den Künstlern Patricia Hagner-Pitterle, Marc Hautmann, Marianne Hollenstein, dem Laupheimer Fotokreis, Stefanie Schenk, Andrea Triebe-Quast und Anke Zapf sowie 8 Schülern des Wielandgymnasiums in Biberach für ihre Mitgestaltung. Außerdem bedankte sie sich bei der Stadt, dass die „die oft bedückenden Themen zumindest geräumiger darstellen konnte. Danach führte Museumsleiter Niemetz virtuell durch die Ausstellung und wies anschaulich darauf hin, dass der menschliche Intellekt verführbar, bis zum Brudermord verführbar sei.

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Auf dem Weg zur Ausstellung gab es nur einen Weg: Über die Menschenrechte

Mit Füßen treten und beschneiden führt zum Bewusstsein über Menschenrechte

Nach den langen Grußworten waren alle froh, dass im Foyer eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken bereit stand. Währenddessen hielten Schüler der Friedrich Adler Realschule in Laupheim Tafeln mit den dreißig Artikeln der Menschenrechte hoch. Der Pfarrer meinte „30 send a bissle fill, meine 10 kennad sei auswendig.“ Dann gestaltete es sich für nicht Ortskundige etwas schwierig die Ausstellung im dritten Stock zu finden. Hatte man den Stock erreicht war man mit einem meterlangen Banner beschäftigt, auch dem die Menschenrechte standen. Von allen Seiten hieß es „Hier muss man die Menschenrechte mit Füßen treten.“ Dann kamen die Schüler von unten und bewegten sich geschlossen in Richtung des dritten Raumen, Thema:Flucht. Hier wurden nun rituell die Tafeln mit den Menschenrechten in einem Schlauchboot niedergelegt. „Mögen sie nur nicht untergehn“, war zu hören. So viel Verunsicherung zum Thema Menschenrechte wurde im ersten Raum noch durch Bilder mit dem Titel Respekt und dem Untertitel verletzt bestärkt. Menschenrechte, so hatten die Macher der Ausstellung wohl bemerkt sind etwas was erst im defizienten Modus sichtbar wird. Auf einem Bildschirm erhielt man in 16 Minuten einen Überblick über Menschenrechte heute und gestern. An der Wand hing ein Zitat von Martin Luther King, welches den westlichen Materialismus und sein sich selbst ausdehnendes Ich entlarvte. Im Raum zur Flucht wurde Bemerkenswertes zum Thema internationale Vertraglichkeiten lebendig.

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Der verkleinerte Tankraum des Flucht-BMW mit Luftschlauch für den DDR-Flüchtling. Die Hunde so Tiebel-Quast rochen in wegen des Benzins nicht

Internationale Verträge ermöglichen deutsch-deutsche Familienzusammenführung

Der Vater der Künstlerin Andrea Tiebel Quast, so dokumentierten originalgetreue Nachbauten des Fluchtwagens konnte im Jahre 1983 durch einen BMW mit verkleinertem Tank, in dessen Raum er sich versteckte von Ost- nach Westdeutschland flüchten. Die Familienzusammenführung konnte aufgrund dessen 2 Jahre und 2 Monate später gefeiert werden, dass West- und Ostdeutschland die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) ratifiziert hatten. Ein wichtiger Grundsatz, der von den ganzen Erklärungen zu den Menschenrechten hängen bleibt: „Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. Vorbei an Mahnmalen(schwarz mit weißen Schuhen) für die Palästinensischen Flüchtlinge und der Esther-Rolle, die das jüdische Volk auf der Flucht Schützen soll und der graphischen Darstellung der Flucht Mose kommt man in die Gegenwart. Sechs Bilder von Flüchtlingen in Deutschland mit der Unterschrift angekommen. Marc Hautmann hat 36 Videos in 36 Sprachen gedreht, sag noch einer Künstler arbeiten nichts, und mit einem Programm gekoppelt, welches willkürlich 10-15 Sekunden davon herausschneidet und abspielt. Die Menschenrechte beschnitten, wieder erscheinen sie so am klarsten. Und auch die Mediatisierung der Politik kommt hier gut raus. Hautmanns Haltung zu dem Dilemma heißt die Menschenrechte als Leitfaden annehmen und im Kleinen handeln jeder für Jeden. Ein beeindruckender Typ mit viel Können und Widmung, sowie Nonkonformismus im Erscheinungsbild. Daneben sind alte Diaprojektoren auf einem werden mit Massaker, Völkermord Dinge aufgezeigt, welche Menschenrechte zerstören. Ein anderer Bildschirm zeigt Firmen auf die mit ihren Wertschöpfungsketten Menschenrechte mit Füßen treten. Syngenta, C&A, Nike, BASF, Unilever, Deutsche Bank, Deichmann, Commerzbank, Procter and Gamble, Salzgitter, RWE und leider viele mehr. Mit Füßen treten und beschneiden, dass hat man sich nun gemerkt. Und das die Menschenrechte die Konsequenz der Missachtung von Gruppen waren, welche durch ihre Schänder jeden Rechtes entrechtet waren. Menschenrechte sind deshalb heute die Basis von Solidaritäten, die nicht mehr von Staaten zu Staaten oder Unternehmen zu Unternehmen gehen, sondern von Mensch zu Mensch.

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“Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt für den Aufbau einsetzten. Ein Zehntel der Energien, ein Bruchteil des Geldes wären hinreichend um den Menschen aller Länder zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.”(Albert Einstein)

 

Links:

http://www.museum-laupheim.de

Ulmer Erklärung zu einer menschenrechtlichen und solidarischen Flüchtlingspolitik:

https://www.engagiert-in-ulm.de/ulmerneu-ulmer-erkl%C3%A4rung-f%C3%BCr-eine-menschenrechtliche-und-solidarische-fl%C3%BCchtlingspolitik-deutschland

 

 

 

 

 

 

Ausstellung: Ritual und Magie

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Objekte  von Benedikt Hipp- zunächst von opaker Magie- wurden im Laufe von Hompe´s Vortrag und Begegnungen mit anderen Betrachterperspektiven zunehmend durchsichtiger. Ihr Leuchten  aber blieb

           Vernissage im Museum Villa Rot

19 Künstler aus 6 Nationen haben der Ausstellungsleiter Marco Hompes und sein Team zu der Ausstellung Magie und Ritual + Benedikt Hipp zusammengestellt. Die Vernissage, bei der kein Stuhl leer blieb und bei der einige Künster anwesend waren, fand im Alten Bau, wo Benedikt Hipp Exponate ausgestellt sind, statt. Der humorvolle Austellungsleiter ging gleich in die Vollen. Magie das bezeichne, mit den Historiker Johannes Dillinger „…jedes System von Vorstellungen und Verhaltensweisen, […] das darauf abzielt, die sichtbare, im Alltag erlebbare Welt mit einem Raum außerhalb dieser Welt in Beziehung zu setzen. Dabei sei Magie im Gegensatz zur Religion nicht institutionalisiert, noch fixen Normen und Regeln unterworfen, viel mehr sei sie ein flexibles Konstrukt, welches sich schnell an die Anforderungen der Gegenwart anpassen könne.Trotzdem gebe es fixierte Systeme magischer Gesetzmäßigkeiten, wie etwa die Astrologie, deren Anfänge auf 4380 vor Christus datiert werden.Ja die ältesten schriftlichen Dokumente menschlicher Kultur seien Zaubersprüche.Was Magie in Zeiten ironischer Zugänge und synkretistischer Sammlungen bedeuten kann, sollte das Projekt „Zauberspruch“ von Johanna Mangold, Jan-Hendrik Pelz und  Haaren des Jonathan Meese verdeutlichen.Die Kunst Benedikt Hipp´s die geprägt ist von der Herstellung von Votivfiguren durch seine Eltern in Pfaffenhofen in Bayern, zeigt- in der Schwebe zwischen abstrakter und figürlicher Kunst- am ehesten, was die Warte und das Können der Kunst zu einem zukünftigen magischen Diskurs beizutragen hätte.

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Der Ausstellungsleiter bespricht das Objekt:Benedikt Hipp(2015):Converted system with lung and spiracle[Atemloch, Anm.DB] ( : offering : ), pneumopathologic studies)

Magie als Kunst der Verwandlung

Am Objekt „Converted system with lung and spiracle“ aus der Serie „pneumopathologic studies“ lassen sich einige Grundelemente und Gesten der magisch mikrokosmischen Tradition beschreiben. Zunächst gibt es zwei Grundelemente: Seele und Geist, oder auch Feuer und Erde(Agrippa von Nettesheim). Die Seele ist ausgezeichnet durch ihre Beatmetheit, was hier durch das sich durch das Artefakt ziehende geschwungene Kupferrohr ausgedrückt wird. Der Geist ist zunächst verborgen und entbirgt sich erst durch die Beziehung der hierarchisch angeordneten Seelen. So ruht das schwarze Atemorgan auf der zweiten Stufe einer Treppe. Die beiden weißen Lungenflügel, von denen nicht klar ist, ob sie schon an das untergeordnete Atemsystem angeschlossen sind, sind auf einem Holzstab angebracht(als einziger organischer Bestandteil, möglicherweise Symbol für die Gründerväter des Christentums), der auf einem einstufigen mit Gold überzogenen Ständer steht. Die Bezeichnung umgewandeltes System lässt doch darauf schließen, dass das System schon aus dem Höheren atmet. Das schwarze anorganisch Atemorgan kann man nun wieder mit der trapezförmigen metallischen Sphäre in Verbindung bringen, die das Atemsystem umgibt(In der Magie gilt die Lehre der Sympathie),wie die Beton-Treppe mit den Lungenflügeln aus Beton. Alles ist mit allem verbunden oder sucht die Bindung zurück, so könnte man auch den Titel der Reihe „pneumopathologic studies“ verstehen, ähnlich wie beim Joga wird versucht sich wieder mit dem ursprünglichen Atem, biblisch dem Atem allen Atems zu verbinden, welcher in der Magia Naturalis Pneuma heißt.Die Wiederbeatmung des im Atemrhythmus gestörten anorganischen Konstrukts kann sowohl als eine unaufdringliche Gegenwartskritik verstanden werden, als auch als ein Altar des hyperorganischen Transhumanismus. Magie beschäftigt sich mit den existentiellen Bedingungen unserer Existenz, so Rompes, seien es Mathilde ter Heijne´s bei einem Vollmondritual von Frauen gebrannte Ritualgegenstände genannt „Experimental Archeology.“ Seien es die Votivfiguren beispielsweise von kranken Pferden, die Hipp´s Eltern herstellen. Oder die Votivfiguren aus Südtirol von Gabriele Oberkofler, die herausstreichen, das es oft eine Notsituation ist, die derartige Anrufungen(votum= Gelübde) auslöst. Das dieses Gesetz nicht nur für die Alternativmedizin gilt belegt die Bibel an vielen stellen. „In meiner Bedrängnis rief ich zum Herrn und er antwortete mir“(Jona 2,3). Es wird immer ein mit der Qualität des erwünschten Zustandes ausgestatteter Gegenstand benutzt um die höhere, heilende Qualität anzurufen. Votiv, meint ja auch mit einem Votum versehen, bestimmt oder verlobt. Die Votivfíguren in Pfaffenhofen, so Vater Hans Hipp, seien auch ein Ausdruck des nicht immer zur Kirchenlehre parallel verlaufenden Volksglaubens gewesen.Auch die “Generation-Kurkuma” mit ihren holistisch-alchimistischen Verschmelzungen vormals institutionalisierter Traditionen hat das Potential einer unsichtbaren Kirche mit eigenen Symbolen, Ritualen und Zielen.

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Hipp´s  Lichtkörper The Individual zeigte in seinem Aufleuchten und Verglimmen auf leblosem Beton wie andere seiner Arbeiten die Magie des  Lichtes der pneumopathologischen Studien

Seelenflugzeug oder Humbug?

Im Hoenes-Saal, der Schloss mit Neubau verbindet, findet man wichtige Info-Tafeln zur Entwicklung der Magie von der Antike bis zur Renaissance und den heutigen eklektizistischen Esoterikkult. Dort steht unter anderem „Die antiken Denker verflochten Mikro- und Makrokosmos zu einer Einheit, bei der alle Teile, wie die Glieder einer Kette miteinander verbunden sind Als Hompes verdeutlicht  “Heute kann ich morgens Joga machen, Mittags Qi Gong und zum Abend-ausklang ein schamanisches Ritual…”, denke ich an die Vision von Marx morgens zu fischen und mittags Viehzucht zu treiben, ohne je Fischer oder Bauer zu sein. Die Idee des Animismus, der All-Beseeltheit zeigt auch Hipp´s Treatment of 15-18 grams aus der gleichen Serie. Hier sieht man auf einem Gestell von drei Beinen, wie einem alchimistischen Kessel einen körperförmigen, geöffneten Gegenstand. An dessen Hinterseite aus Lehm, Gras und Ästen man erst sieht, dass es ein Nest ist. Darin zieht jemand ein Rotkehlchen durch Wachs wie eine Votivfigur, wenn auch etwas anders, sonst wäre es ja keine Kunst. Die Votivfigur, die mit der Kraft ihres ursprünglichen Habitats versehen wurde(auch bei Zauberritualen ist der begrenzende Kreidekreis konstitutiv) und mit wertvollem Material versiegelt, wird hier mit den Mitteln der Kunst in Frage gestellt. Die 15-18 Gramm spielen auf den Versuch des US-Arztes Duncan Mac Dougall an, der den Gewichtsverlust eines Körpers nach dem Tod mit dem Gewicht der Seele in Verbindung brachte.

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Benedikt Hipp(2015): Treatment of 15-18 grams(pneumopathologic studies)

Die Welt als Kettenreaktion verursacht durch die Unsichtbare Hand Gottes

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Links: Nikolai Nekh(2015): Invisible Hand, Rechts: Eine Frau mit einem Apfel

Der Raum von Nikolai Nekh, dem russisch stämmigen Wahlportugiesen, ging nun aufs Ganze. Die linke Wand ein Bild des unermesslichen Weltraumes, rechts unten ein Wasserhahn unter ihm ein schwarz glitzernder Fleck auf dem Boden. Wieder eine Analogie und eine Verwandlung. Auch der zweite Teil der Installation ein Versuch des Menschen das Unbekannte gänzlich zu begreifen. Ein Kupferstich der Gesamtschau der Lehre des Rosenkreuzers Robert Fludd(1617) von dem Basler Matthäus Merian dem Älteren. Die an die Sphären des Himmels und der Hölle von Dante Alighieri erinnernde Tafel zeigt in den äußersten Ringen die Cherubim, Seraphim und Erzengel. Die Verbindung zu Nekh´s Wand ist durch die Unsichtbare Hand Gottes gegeben, die aus einer Wolke in deren Zentrum NIN(er Selbst), in hebräischen Lettern geschrieben steht(ein Hinweis auf die Kabbala) heraus, die Kreise des Kosmos ins Werk setzt.Die nackte Jungfrau, die durch ihre Brüste via Sonnen- und Mondenergie(Feuer und Erde) die Menschenwelt einsetzt ist ein Hinweis auf die alchymische Tradition.(Jungfrau Alchymia) Durch die Natur ist der Mensch mit dem Makrokosmos verbunden. Und so ist er im alchymischen Weltraum dazu befähigt sich selbst durch die Veredelung seiner Elemente mehr und mehr zu seinem göttlichen Ursprung zurück zu bringen. In dieser fundamentalen polaren Begegnung zwischen Mikro- und Makrokosmos besteht eine neue Magie, die Magie der Anziehung des Sterblichen vom Unsterbliche und vice versa, die schon der dunkle Philosoph Heraklit in Fragmenten formulierte. Die Kuratorin des Werkes buchstabiert es in die Gegenwart transferiert so aus: „Im Zentrum jedes technologischen und wissenschaftlichen Fortschritts steht das menschliche Verlangen nach Nähe und Verständnis. Je größer die Distanz zwischen Mensch und seinem Subjekt, desto stärker ist der Wunsch es zu fassen.“ Ob die Formulierung „zwischen Mensch und seinem Subjekt“, wo man doch traditionell den Menschen selbst als Subjekt zu setzen gewohnt ist, gewollt ist, bleibt im „alterkosmischen“ Raume in Bewegung.

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Matthäus Merian der Ältere(1617): Integra Natura speculum Artisque imago

Ein ironischer Zugang zur Entstehungsgeschichte eines modernen Zaubertranks

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Eine der 24 eingehenden Begründungen der Zutaten: “Das Bild des Künstlers, der in Melancholie schwelgt und aus dieser jenen
Genius zieht, aus dem heraus das heilig gesprochene Kunstwerk geschaf-
fen wird, ist überholt. Um den neuen Ansprüchen gerecht zu werden, sollte,
wie in der Gegenwart gemeinhin üblich und im Zeitgeist verankert, vorsorg-
lich ein Antidepressivum Verwendung finden.”

Einen weißen Kreis ziehen sieht man  die Künstlerin Johanna Mangold auf einem der sechs Bildschirme, welche die 24 Zaubertrankzutaten und ihre Herstellungsweisen dokumentieren.Magie hat anders wie die Kunst ein persönliches oder religiöses Ziel. Der Zaubertrank soll augenzwinkend, die beiden Künstler zu den berühmtesten Künstern auf der Welt machen.Ein Feuersalamander, der eigenhändig in einer Schale verbrannt wird, soll ebenso wie eine Adlerfeder und ein in einem Wasserfall gereinigter Walfischzahn zur Potenz der Künstler beitragen. Ebenso zerstößeln sie aber auch eine Packung Antidepressivum, von dem es heutzutage wohl auch ein Prischen braucht zum Erfolg. Trotz ihrer Kunst- und Marktgesellschaft kritisierenden Spitzen haben sie gut recherchiert und vollen performanten Einsatz bewiesen, belegt durch Videos und einer dicken Dokumentation des Projektes.Ein Granatapfel kommt auch in den “Wunder-Topf”, der steht bei Christen für den Segen Gottes, moralische Integrität und Großmut. Unter diesen Vorzeichen ist den beiden zugerüstet mit Graberde von Grabe Paul Klees und Haaren des Jonathan Meese die gewünschte Wirksamkeit des Trunkes gerne zu gönnen. Magie vermag es Dinge mit guten Gedanken und großen kosmischen Verbindungen aufzuladen und somit kraftvolle ästhetisch ausdrucksstarke Assemblagen zu bilden. So entstehen in künstlerisch entkrampfter Art zum Beispiel unter Einfluss des minimalistischen Zen die “Jejunum Teapots” von Maria Volokhova, ein bisschen Darm, ein bisschen Reinigung, ein bisschen Krone. Zu dieser lehrreichen und berührenden Austellung wäre noch einiges zu sagen, dass Wichtigste aber in Kürze: HINGEHEN.

Die Ausstellung Magie und Ritual läuft noch bis zum 10.02.2019

Links:

Näheres zu den Künstlern:

https://www.villa-rot.de/de/Magie/

Dokumentation zum Zaubertrank:

http://www.jan-pelz.de/pdf-galerie/0021Magic%20Potion.pdf

Zum Kupferstich zu Robert Fludd:

https://starsandstones.wordpress.com/mansions-of-the-moon/integra-naturae-speculum-artisque-imago/

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Maria Volokhova:Jejunum Teapots heißen nach dem Leerdarm, als Kannen für die Teezeremonie und als von Bianca Patricia Isensee fotografierte Kopfbedeckungen, spielen sie sowohl auf die Reiningung als auch auf das hermetische Prinzip wie unten so oben an.
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Roger Aupperle´s Lumenophoren[Lichtträger] am Heuberg(2013) sind Kunstfiguren, die unsere Phantasie magisch in Richtung Zukunft zu beflügeln vermögen. Auch das der Name “Lucifer”(Lichtträger) bedeutet verweist laut Aupperle auf seine ursprüngliche Mittlerfunktion in höheren Sphären.

Geburtstunde der deutschen Demokratie

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Hintergrund: Berlin Panoramaansicht vom Deutschen Bundestag aus gesehen

Ein Lied für dieses Land

Am neunten November 1918, heute vor 100 Jahren, riefen sowohl bürgerlich-demokratische(Philipp Scheidemann SPD), als auch sozialistische(Karl Liebknecht, Spartakusbund) Kräfte in Berlin die Republik aus. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, wollten in ganz Deutschland den Umsturz im Sinne der Novemberrevolution in Kiel und Bayern, das 1918 zum Freistaat erklärt wurde. Die Gruppe Internationale, die als links-revolutionärer Flügel der SPD, die Burgfriedenspolitik, während des 1.Weltkrieges ablehnte, also die Zurückstellung innenpolitischer Konflikte im Krieg, wurde 1916 aus der Partei ausgeschlossen. 100 Jahre später hat Chris Werneke nach der Idee von Markus Romes und Adrian Werums Musik ein neues, den aktuellen Gegebenheiten angepasstes Lied für dieses Land geschrieben.Dieses Angebot scheint mir in seiner tiefen Spiritualität und seinem Gedanken der Interkultur, jenseits konfliktschürender Identitätsverhärtungen, in der Geste eines Liebesbriefes an dieses Land, Ausdruck eines Zusammengewachsenseins der alten Parteiungen zu sein.

“Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

Danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand!”

so dichtete Hoffmann von Fallersleben in der dritten Strophe des Deutschlandliedes, die heute die deutsche Nationalhymne ist im 19. Jahrhundert. Die ersten zwei Strophen, die Deutschland über alle anderen Länder stellen und dessen Schutz als Grund des Zusammenhaltes darstellen sind dem nationalsozialistischen Totalitarismus zum Opfer gefallen. Umso  besser, dass bei der Uraufführung des interkulturellen Großprojektes “Wir alle sind das Volk”(derweiserabe.com/2018/10/26/wir-alle-sind-das-volk/) am 21.10.18 im Congresszentrum Ulm, in Anspielung auf die letzte Deutsche Revolution von 1989, ein Lied für dieses Land dem krönenden Abschluss machte. Und weitergesungen werden will. DSC04626

 

1.Kinderlachen soll in Deinen Ländern klingen

und ein jedes finde seinen Schutz und Raum

für das Wachsen und Gedeihen, alles Werden

Wurzeln schlagen soll hier jeder Kindertraum

 

2. Wo als Frau und Mann nicht alte Regeln binden

und das Neue in Gemeinsamkeit entsteht

Wo im Wechselspiel sich neue Wege finden

Und das Alte, Gute dennoch wertvoll blüht.

 

3. Deine reichen Länder voller Schönheit

atmen tief den Duft von großen alten Zeiten

und der Geist von Denkern und von Denkerinne

lebt in deinen Orten und in deinen Weiten.

 

4. Du schöpfst aus den Tagen der Geschichte

Und kannst darauf deine Zukunft bauen

das wir neben strahlendschönen Tagen

auch in alle dunkle, schwere Zeiten schauen.

 

5. Darauf bauen alle unsre Werte

Freiheit, die wir eins aus unsren Händen gaben

ist das höchste Gut uns, weige Verpflichtung

und ein Licht, das wir in alle Länder tragen.

 

Refrain:

Meine Hand soll Dir

und deinem Wohl gehören,

meine Tat dich heut und morgen weiterführen

und gemeinsam mit den Menschen,

die hier leben, sorge ich, dass Du blühst

und eine reiche Zukunft hast.

Für die Freiheit soll

dein Name stehen,

und Gerechtigkeit für Alle.

die hier leben,

und ein jedes Menschenkind

soll sagen können:

Hierzulande bin ich gerne Gast.

 

 

upcoming: Magie u. Ritual

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Der russische Künstler Nikolai Nekh geht in seinen Mikrokosmos und Makrokosmos magisch verbindenen Arbeiten wie ( The Invisible Hand) von der Idee des Neoplatonismus aus, dass alles vom göttlichen Geist durchzogen ist. Wie oben so unten.

 

 

  Am 03.11.18 wurde die Ausstellung Magie und Ritual im  Museum Villa Rot eröffnet

                                                           Dauer: bis 10.02.19

Näheres: http://www.villa-rot.de

Automatensaft

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Benzin ist Automatensaft

Und wird ähnlich wie schwarze Kassen

weiß gewaschen

 

Öl ist Autokratenkraft

und wird ähnlich wie

leere Taschen

gern braun gefärbt

 

Öl ist braun wie Boden

und Birkenholz

Zugleich aber flüssig und silbern wie Geld

Öl ist zäh und rot wie Stolz

und schwarze Zahlen

 

Rot wie Sozialdemokraten und deutsche Zahlen

Schwarz-Rot-Gold wie Grüne den Zahlen nicht gewachsen

Schwarz-Gelb-Rot wie das Gaskohlekraftwerk mit Wasserkraft am Zahlungsfluss

Bunt wie das Parteiensystem und alles farblos verwaschene heute gefärbt werden muss

bräunlich-bunt

 

Nein Rot-Wie Wunden und Willen

Wie stumme Klingen

Weil böse Menschen keine Lieder singen

Rot wie: Schwarz-weiß-Rot

 

Rot wie Bohrungen; Stahl und Industrie

Rot wie Krieg und Schwarze

Rot wie blaues Blut und braunes Liedgut

 

Rot wie die Flammen und Klammen

Rot wie Morgenrot und Blut

Ungefähr so rot wie ich schwarz sehe, rosa male

und blau sehne

 

Benzin ist Au-Tomatensaft

und Öl schmiegt sich an meinen Körper

ungewaschen, ehrlich und querfinanziert

(Daniel Baz(2010) umgefärbt 28.10.18)